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Entwicklung von Flensburg-Südost

veröffentlicht um 04.10.2013, 06:03 von FlensburgAktuelles   [ aktualisiert: 01.05.2014, 09:01 ]
Die WiF-Fraktion fordert umgehend eine Gesamtplanung bis zum Jahr 2020 und 2030 

für die Stadtteile Tarup, Adelby, Sünderup und Hochfeld ("Südost") sowie für die Sanierung des Bahnhofumfelds.

Die WiF sieht die Notwendigkeit, den Südosten Flensburgs nach einem Gesamtplan, der alle gegenwärtigen Defizite zukünftig beheben soll, zu entwickeln. Nicht nur wird die von der WiF kritisierte Kreisstraße 8 weiter vorangetrieben, um neue Einfamilienhausgebiete zu erschließen, sondern im Zusammenhang mit dem Sanierungsvorhaben am Bahnhofsumfeld, der Entwicklung des Hochschulcampus und mit anhaltenden Problemen in Tarup und Umgebung ist nunmehr eine Gesamtplanung erforderlich, die alle Ressourcen frühzeitig erschließt, damit die Stadt im Rahmen ihrer "Flensburg-Strategie"(RV-34/2013, Ratsbeschluss vom 25.04.2013) einen attraktiven Südosten erhält, der viele Globalziele der Strategie abbildet.

Auszug aus der Begründung des WiF-Antrags, Vorlage SUPA-55/2013:
"Der Südosten von Flensburg verändert sich und wächst. Nachdem 1974 Tarup ein Stadtteil von Flensburg wurde, nachdem die Osttangente an die Kappelner Straße angeschlossen wurde, nachdem die Universität 2002 auf den Campus am Sandberg verlegt wurde, nachdem Sünderup durch ein Neubaugebiet gewachsen ist, nachdem Hochfeld als Wohngebiet neu entwickelt wird, nachdem der Ausbau der K 8 beschlossen wurde, sind gegenwärtig eine Reihe von Defiziten in Flensburg-Südost feststellbar, die Fragen aufwerfen, die erst eine Gesamtplanung zufriedenstellend beantworten und transparent machen kann. Für die Bürger und Bürgerinnen dieses sich veränderten Stadtteils (Anwachsen der älteren Generation, neben der Zunahme von jüngeren Familien) wird es zunehmend wichtig, an der Planung ihres Lebensraums teilhaben zu können und ihre Bedürfnisse geltend machen zu können. Voraussetzung hierfür ist eine öffentliche Gesamtplanung."

Die Gesamtplanung soll die offenen Fragen in den Bereichen Nahversorgung, ÖPNV-Anbindung, Kultur und Sport beantworten. Schließlich wollen zukünftige Bürger, die sich in den geplanten Häusern ansiedeln sollen, frühzeitig um die Vorteile wissen, die sich ihnen mit einer Ansiedlung im Südosten Flensburgs bieten werden.

Bei der Beratung im Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung (SUPA) am 01.10.2013 herrschte Einvernehmen, dass die meisten Fraktionen an einer solchen Planung ebenfalls interessiert sind. Die Verwaltung, die sich auf einen Flächennutzungsplan von 1998 [sic!] berief, bat um die Möglichkeit, ihre Konzeptionen darlegen zu können, was bereits im Spätherbst 2013 geschehen soll. Weil diese Absicht noch frühzeitiger als die Zielvorstellung der WiF (Februar 2014) liegt, zog die Fraktion die Vorlage SUPA-55/2013 vorläufig zurück, so dass sie vom SUPA nicht abgestimmt wurde. Falls die Zeitvorgabe nicht eingehalten wird, wird die Vorlage zur Abstimmung vorgelegt werden.



  2011: Flensburg und sein Südosten; markiert von WiF    (c) Microsoft


 2006: Osttangente und begonnener 1. K 8-Abschnitt       (c) Microsoft


Kurz nach Veröffentlichung der Vorlage SUPA-55/2013 am 19.09.2013 für den SUPA am 01.10.2013 bewiesen Zeitungsberichte, dass im Südosten zahlreiche Fragen offen sind: 
- Wann und wie soll eine Straße (K 8, 4. Abschnitt) gebaut werden, zu der die Stadt das Land gar nicht besitzt?
- Wie belastbar ist die mit Fertigstellung des 3. Abschnittes der K 8 ausgewiesene Ersatzroute über den Tastruper Weg?
- Warum werden Radwege innerhalb weniger Jahre mehrfach aufgerissen?
- Wie und wo soll die Nahversorgung stattfinden?
- Wie kann der Stadtbereich optimal in den ÖPNV integriert werden?

Fragen über Fragen, die alle eine Gesamtplanung erforderlich machen!



Presseartikel aus dem Flensburger Tageblatt / sh:z: