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Unsere Meinung‎ > ‎

Kultur in Flensburg

Auch in Zeiten knapper Kassen ist Kultur ein elementarer Bestandteil unserer Stadt. Sie trägt dazu bei, Firmen anzusiedeln, Arbeitsplätze zu schaffen, Lebensqualität zu steigern, Geist und Seele der Menschen zu bilden. Dabei haben wir in Flensburg ein wirklich vielfältiges und vielseitiges Angebot vom "großen" Landestheater über die Museen und Festivals bis hin zu den "kleinen" freien Kultureinrichtungen. Wir können deutsche und dänische Kultur erleben - Zeitungen, Musik, Theater usw.
Die WIF ist sich dieser Bedeutung der Kultur in Flensburg bewusst und arbeitet daran, diese nicht nur zu erhalten sondern im Sinne des Zusammenhalts und der Gemeinschaft in unserer Stadt weiterzuentwickeln.

Kulturentwicklungsplan (KEP)

Angesichts der schwierigen Haushaltslage sollen im Kulturbereich 170.000 € eingespart werden. Parallel dazu wurde damit begonnen, einen neuen Kulturentwicklungsplan zu erarbeiten. Das Zusammentreffen von beiden Prozessen hat zu Irritationen und der Gefahr geführt, dass der KEP eigentlich nur ein Sparpaket sein soll. Die WIF musste feststellen, dass die Entwicklung des KEP in den vergangenen Wochen nicht wirklich vorangekommen ist und hat nun einen Fahrplan und eine Struktur zur Erarbeitung des KEP als Beschlussvorlage vorgelegt.

Wir sind der Auffassung, dass erstens grundlegend gesagt werden muss, welche Ziele Flensburg mit seinem Kulturangebot verfolgen will, und dass zweitens Kriterien benannt werden müssen, mit denen sich die Zielerreichung auch prüfen lässt. Dieses sollte unabhängig vom Istzustand und vom Geld erfolgen, um auch richtige Visionen für das Kulturleben zuzulassen. Der WIF geht es um die Möglichkeit einer grundsätzlichen Neuausrichtung, nicht einfach um den Erhalt von bestehendem. Unsere Gesellschaft verändert sich und damit verändern sich ggf. auch die Anforderungen und Ansprüche an Kultur. Dieser Herausforderung wollen wir uns zusammen mit den Kulturschaffenden unserer Stadt stellen.

Führend ist für uns dabei nicht der Diskurs, wer wieviel Geld bekommt, sondern die Frage, welche Kulturangebote wir wofür in unserer Stadt haben wollen. Auch wenn die Kulturschaffenden als Künstler in ihrer Arbeit frei und unabhängig sein sollten, muss die Stadt als Förderer sich schon überlegen, wozu sie Kultur haben möchte, welche Menschen erreicht werden sollen, welche Inhalte wichtig sind usw. Genau darum sollte es zu allererst in der Kulturentwicklungsplanung gehen, denn erst im zweiten Schritt kann dann gesagt werden, welche Maßnahmen und Angebote gewollt und förderungswürdig sind.

Wir sind uns sicher, dass die Kulturschaffenden bereit sind, mit uns die Chance eines Neubeginns zu nutzen, die bestehenden guten Angebote zu stärken und dabei dem Kulturleben unserer Stadt neue Impulse zu geben.

KEP - Kulturausschuss am 08.09.11

Die Beschlussvorlage wird von einer Mehrheit im Kulturausschuss unterstützt und mitgetragen. Sie ging dennoch in die 1. Lesung, damit die Verwaltung diese mit ihrer vorgebrachten Mitteilungsvorlagen zusammenfügen kann. Im nächsten Kulturausschuss wird es dann die Abstimmung geben - für eine inhaltlich fruchtbare Diskussion über die Kultur in Flensburg.