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Bildung


 Bildung: Zusammenhänge begreifen


Die WiF setzt seit ihrem Bestehen und verstärkt seit ihrem Eintritt in die Ratsversammlung auf die Stärkung des bildungspolitischen Engagements in Flensburg. Wir begrüßen, dass viele Politiker inzwischen auf Pläne zur Reduzierung der Bildungsangebote und -vielfalt an Schulen und Hochschulen sensibilisiert reagieren.

Die Stadt Flensburg hat überregional attraktive Bildungsangebote, am deutlichsten erkennbar am Campus mit seinen zwei Hochschulen

Flensburg ist das Oberzentrum der norddeutschen und süddänischen Ebene und bietet ideale Umgebungsparameter für eine optimale Bildungsentwicklung. Als Stadt der Zweisprachigkeit und Tor nach Skandinavien ist Flensburg ein idealer Ort für internationale Kooperation. Wir sind die Freunde unserer dänischen Nachbarn, und unsere dänischen Freunde sind mit Flensburg partnerschaftlich verbunden. 


In der Zentralen Hochschulbibliothek Flensburg auf dem Campus

Ihre Ideen sind gefragt! In Flensburg zu leben, heißt sich zu beteiligen, damit wir alle gemeinsam mehr erreichen. 




Bildungspolitik im ungeliebten Spagat 
Kommunale Bildungspolitik in Abhängigkeit von Finanzzuweisungen

Kommunale Bildungspolitik insgesamt, aber insbesondere auch hier in Flensburg, steht vor einem Dilemma. Zu einem erheblichen Teil werden die bildungspolitischen Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene getroffen. Bei deren Umsetzung werden die Kommunen dann aber gerne mal allein gelassen.
Flensburg ist für die Schulgebäude, Unterrichtsmaterialien oder Sozialpädagogen zuständig, nicht aber für die LehrerInnen. Mit der Ausweitung der Ganztagsschulen, den Inklusionsbemühungen und nicht zuletzt auch der modernen Didaktikentwicklung hin zu selbständigem und Gruppenarbeiten haben sich die Anforderungen an Materialien, Räumlichkeiten und pädagogische Unterstützung erheblich verändert. Diese Veränderungen kosten Geld, viel Geld. Geld, dass die Stadt aufbringen muss, obwohl sie es nicht hat. Aber es gibt keine besseren Investitionen als in die Ausbildung der kommenden Generationen. Darum ist die Flensburg hier besonders aktiv.
Nun aber kommt das Dilemma. Die Stadt Flensburg nimmt die Vorgaben aus Berlin und Kiel ernst, investiert in die Schulsozialarbeit, Materialien und die Räumlichkeiten. Trotz der eigenen Vorgaben zeigt Kiel nun aber an, dass unser Haushalt nur unter Zurückstellung der Bedenken genehmigt wird und wir weiter sparen sollen. Ihr Vorschlag: die Kosten pro Schüler senken... Angesichts der steigenden Zahlen an SchülerInnen mit Lern- und Entwicklungsstörungen sowie Verhaltensauffälligkeiten, sozial prekären Lebenssituationen usw. kann dies jedoch keine ernsthafte Alternative sein. Für das Innenministerium und die Landespolitik scheinbar aber doch. Angesichts unseres strukturellen Haushaltsdefizites erscheint es allerdings schwer, den Bildungsbereich gänzlich auszuklammern, wenn wir den Haushalt in den Griff bekommen wollen.
Dieses Dilemma werden wir nur überwinden können, wenn entweder Kiel und Berlin ihre finanzielle Verantwortung für die Bildung ausbauen - Deutschland hat da im internationalen Vergleich durchaus Nachhohlbedarf - oder aber wir neue Wege finden, Materialausstattung und Sozialarbeit zu organisieren und zu finanzieren. 


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