Stadtwerke Flensburg

Im Diskurs um die Folgen der geschäftlichen Entscheidungen der Stadtwerke Flensburg (*1854), sollte beachtet werden: 

    Die Stadtwerke Flensburg sichern Flensburg eine bis auf den Rohstoff autarke Energieversorgung! 
    (Die Entscheidungen werden kommunalpolitisch getroffen und nicht in entfernten Konzernzentralen.) 

    Die Stadtwerke Flensburg sichern über 660 Mitarbeiter/innen eine Beschäftigung! 

    Die Stadtwerke Flensburg sind seit kurzem atomstromfrei und ein bedeutsamer Produktionsfaktor! 

        (Stadtwerke Flensburg: Geschäftsberichte; Bilanzsumme: 250 Mio. €)

    
    Die Stadtwerke Flensburg GmbH in bestem Licht, 27.10.2012 


Allerdings haben die Stadtwerke Flensburg Entscheidungen getroffen, die wenig bis keinen Erfolg gebracht haben: 

    1. Die Verbrennung von Müll (genannt: "Ersatzbrennstoffe"). - Schadstoffe hat sie produziert, aber auch Gewinne? (MEISH)
    2. Ein Geflecht von Beteiligungen, ausgelöst durch eine (zu) weitreichende Bevollmächtigung der Geschäftsführung.
    3. Mit der Folge: Preiserhöhungen für ihre Kunden in aufeinander folgenden Jahren. (siehe Presseartikel)

Die Ratsversammlung am 31.01.2008 hatte noch vor der Kommunalwahl 2008 das Strategieprojekt "Stadtwerke der Zukunft 2012" beschlossen (37/1/0), das eine äußerst ehrgeizige, wenn nicht sogar unrealistische Zielsetzung beinhaltete:
"Zur Absicherung ihrer unabhängigen Marktposition und einer nachhaltigen positiven Ergebnissituation sollen die SWF auch in den nächsten Jahren stark wachsen. Bis zum Jahre 2012 wird im Konzern ein Umsatzwachstum von mindestens 40 % zwischen Gesellschafter und Unternehmen vereinbart."(Vorlage RV-8/2008; siehe auch: "Stadtwerke wollen hoch hinaus"; Flensburger Tageblatt, 02.02.2008) 

Das als Zielvereinbarung angepeilte "Umsatzwachstum von mindestens 40 %" sollten die Flensburger zu spüren bekommen: In Form von mehreren Preiserhöhungen von 2007 bis 2012! 


Was tat die WiF? (2008-2013)
Stadtwerke: Kurswechsel durchgesetzt und Kontrolle eingeführt! 
Weil es an der Kontrolle der Beteiligungen der Stadtwerke fehlte, deren Millionenwert auch dem Einblick der Kommunalaufsicht entzogen worden war, forderte die WiF den Kurswechsel. Wir drängten auf den Wechsel in der Geschäftsleitung, der schließlich im April 2011 vollzogen wurde, nachdem die anderen Parteien angesichts der Lage den Widerstand aufgeben mussten. Nach den erforderlichen Abschreibungen sind die Beteiligungen wieder zunehmend unter Kontrolle.
Die gutgläubige Zustimmung des Parteienblocks zum Kurs der abgesetzten Wolfskeil-Geschäftsleitung hatte zu Fehlentscheidungen geführt, die 6 Jahre in Folge (2007-2012) zu Preiserhöhungen, d. h. Existenzgefahr führten.





Zu den Beteiligungen der Stadtwerke Flensburg

Der Umfang an Beteiligungen wurde 2008 durch Presseartikel öffentlich bekannt, ausgelöst durch einen Bericht des städtischen Rechnungsprüfungsamtes (RPA). Am Rande eines Artikels zur Beteiligung der Stadtwerke am Kraftwerk "Ventspils Energo SIA" erfuhr die Öffentlichkeit am 05.02.2008 die Namen einzelner, nationaler Beteiligungen; zwei Wochen später erwähnte die Presse "22 Tochtergesellschaften und Beteiligungen". 

Beteiligungen: 
Biomasse-Heizkraftwerk Brunsbüttel (25%)
Biomasse-Kontor Schleswig-Holstein GmbH (45%)
DEC Developement & Engineering Corporation (10%)
Hofkontor AG (25%)
Kommunaler Windenergiepark Schleswig-Holstein GbR (18%) 
MEISH GmbH (40%) 
Mobile Communication and Service SH GmbH (14%) 
Schellenpark Tarp (33%) 
ZOB GmbH (27%) 
("Ventspils: Ein Kraftwerk liegt auf Eis"; Flensburger Tageblatt, 05.02.2008) 

"Die Stadtwerke sind international tätig - mit 22 Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Genau dies trieb das Rechnungsprüfungsamt (RPA) um, als es die Verflechtungen prüfte. Das Resultat der Recherchen verhieß nichts Gutes: Bei einigen unternehmerischen Aktivitäten bestünden erhebliche Zweifel, dass der nach kommunalem Recht vorgeschriebene Einfluss der Gemeinde gegeben ist."("Sind Stadtwerke-Töchter außer Kontrolle?"; Flensburger Tageblatt, 19.02.2008) 

 Zur Kontrolle der Beteiligungen der Stadtwerke Flensburg

 Am 31.12.2009 interviewte das Flensburger Tageblatt Oberbürgermeister Klaus Tscheuschner zum Jahr 2010, u. a. zur Situation der Stadtwerke Flensburg.
 
Da die Stadtwerke eine 100%-ige Tochter der Stadt Flensburg sind, ist die Einschätzung des OB als Verwaltungschef gewichtig.
 Tscheuschner lieferte einen Silvester-Kracher: 


     Frage des shz-Interviewers:   Die Stadtwerke haben sich mit vielen Beteiligungen ein regelrechtes Firmennetz aufgebaut.
                                               Hat die Stadt noch die volle Kontrolle darüber, was die Stadtwerke so treiben? 

     Antwort OB Tscheuschner:   Nein." (...)

     ... und zur Situation der Beteiligungen: "Wir diskutieren ja nicht über Verluste, sondern über erfolgreiche oder - wenn wirtschaftlich nicht so erfolgreiche - bewusste Entscheidungen, um Märkte kennen zu lernen." 

 (aus: Wir sind gut beraten, den Rotstift im nächsten Jahr sensibel anzusetzen"(Interview OB Tscheuschner; Flensburger Tageblatt, 31.12.2009) 


Wie lautete die Jahresbilanz Ende 2009? 
"Millionen-Verluste an den Börsen, Rückzug aus dem Ventspils-Engagement: Die Bilanz bei den Stadtwerken Flensburg fällt in diesem Jahr ernüchternd aus.
(...) Das Jahresergebnis des kommunalen Unternehmens warf in diesem Jahr so gerade noch die Gewinnbeteiligung von drei Millionen Euro zugunsten der verarmten städtischen Mutter ab, ansonsten blieb nicht viel. Der Bilanzgewinn (nach Abführung des Pflichtteils) beläuft sich auf 100.000 Euro. Das entspricht einer Umsatzrendite von 1 Prozent. Jetzt soll ein externer Gutachter den Konzern unter die Lupe nehmen. 
Nicht eben erbaulich nach fetten Jahren, in denen Millionenüberschüsse erwirtschaftet wurden. Jetzt werden Überlegungen angestellt, wie man das Unternehmen mit frischem Kapital versorgen kann. Die anstehende Gebührenanhebung auf Fernwärme, Strom und Wasser wird allein nicht reichen.(...) 
Die Stadtwerke-Töchter machen sich als teure Kostgänger bemerkbar. Die jüngeren MEISH und die SWF Energieservice zum Beispiel, Hafen und Flughafen sowieso und schon traditionell. Die MEISH, über die Ersatzbrennstoffe (EBS) bereitgestellt werden, produziert seit ihrem Start vor vier Jahren zwar auch EBS, vor allem aber produziert sie rote Zahlen. Fast vier Millionen Euro stehen hier zu Buch, unter anderem, weil die Preise für den hier verarbeiteten Gewerbemüll deutlich unter den Erwartungen blieben. 
Belastend auch die Abteilung Strom- und Kohlepreissicherung: Die Stadtwerke agieren hier an internationalen Börsen, kaufen Kohle beziehungsweise Strom - etwa für Zeiten, in denen das Kraftwerk im Niedriglast-Bereich gefahren wird. Zehn Mal im Jahr wird gekauft - und zwar zum Marktpreis, der in zwölf Monaten erwartet wird. Die Stadtwerke erwischten 2008 ausgerechnet die Phase, als die Preise krisenbedingt in die Höhe schnellten, um danach wieder fast auf das alte Niveau abzufallen. Das Unternehmen schiebt seither eine Bugwelle von 10 Millionen Euro vor sich her - die Belastungen werden bis 2012 zu spüren sein, heißt es in einem internen Bericht.(...) 
2008 hatte das städtische Unternehmen Verbindlichkeiten von rund 71 Millionen Euro in den Büchern stehen - Tendenz steigend. Bis 2020 müssen über 500 Millionen Euro investiert werden - überwiegend auf Pump. Angesichts dieser Summen beschleicht manch einen ehrenamtlichen Kommunalpolitiker in der Unternehmensaufsicht ein unbehagliches Gefühl. Besonders auf Betreiben der WiF und der Linken fasste die Gesellschafterversammlung Anfang Dezember einstimmig den Beschluss, den Stadtwerken einen unabhängigen Gutachter ins Haus zu schicken." ("Stadtwerke: Das Geld wird knapp"; Flensburger Tageblatt, 30.12.2009) 

Januar 2010, aus der Debatte zur Einschätzung des Rechnungsprüfungsamtes: 
"Die versammelte Kommunalpolitik im großen Rund des Europasaals musste sich einige unangenehme Wahrheiten anhören: die Kieler Kommunalaufsicht wiederholt unterlaufen zu haben zum Beispiel, auch wiederholt die Gemeindeordnung - quasi das Grundgesetz kommunalen Handelns. Dezidiert listet der Bericht den in den Aufsichts- und den politischen Gremien sitzenden Ratsdamen und -herren eine Reihe von rechtswidrigen Versäumnissen auf - u.a. die Beteiligung am Ventspils-Joint-Venture für ein Kohlekraftwerk. 
Das Kardinalproblem aber war die Gründung einer Gesellschaft, die sich ganz bewusst und mit Zustimmung der Kommunalpolitik im Stammbaum der kommunalen Beteiligungen so weit unten einordnete, dass nach den Erkenntnissen des RPA eine politische Kontrolle zwar unbedingt erforderlich, aber so gut wie unmöglich ist: die Flensburger Förde Energie GmbH (FFE). Die Beteiligungsgesellschaft war ausweislich eines am 14. April 2004 im Aufsichtsrat vorgestellten Konzeptes gegründet worden, um Beteiligungen der Stadtwerke an der Kieler Kommunalaufsicht und am städtisch kontrollierten Aufsichtsrat vorbei zu schleusen. Draeger in seinem Bericht: "Somit wären die Aktivitäten der Gesellschaft nahezu jeder Kontrolle außerhalb der Stadtwerke-Ebene ... entzogen."(...)
Seither hat sich eine Menge getan. Auch das listet der Bericht auf. Im Bereich der Stadtwerke verfügt der "Konzern Stadt" zwar über 24 Gesellschaften, nur kontrollieren geschweige denn mitprofitieren kann Flensburg nicht. Es sei bei der Betrachtung "nicht zu übersehen", so der Bericht, dass ab der dritten Ebene der Enkel oder Urenkel erhebliche Mittel gebunden werden. Das RPA geht von mindestens 10 Millionen Euro aus, die kommunal nicht kontrolliert werden."
("Stadt sucht Kontakt zu ihren Enkeln"; Flensburger Tageblatt, 21.01.2010) 

 Situation im Aufsichtsrat, karikiert von Kim Schmidt, sh:z 23.01.2010



Zur Situation der Stadtwerke GmbH, Flensburg
(anlässlich des Berichtes des Rechnungsprüfungsamtes der Stadt Flensburg)

Die WiF begrüßt die sehr gute Arbeit des Rechnungsprüfungsamtes. Viele Aussagen des Rechnungsprüfungsamtes stützen die Aussagen und Forderungen der WiF, und wir fordern hier alle noch zögernden Ratsherren und -damen zu der sofortigen Umkehr von der bisherigen Praxis und zu einer vernunftsorientierten Politik auf. 
Fakt ist: Der Einfluss- und die Kontrollmöglichkeit der Politik aber auch der Verwaltung auf die Beteiligungen der Stadt ist unzureichend und zum Teil nicht vorhanden. 
Fakt ist auch, dass in den Beteiligungen zig-Millionen-Werte der Stadt, d. h. der Bürger dieser Stadt geparkt sind und das ohne ausreichende Kontrollmöglichkeiten. 
So ist es z.B. möglich gewesen und weiterhin möglich, das ein Geschäftsführer eines Unternehmens der Stadt weitere Beteiligungen (Anteil bis 24,9% und bis 5 Mio. Euro pro Beteiligung) eingeht, ohne das der Hauptausschuss oder die Ratsversammlung beteiligt wurde bzw. wird. Und auch nach der Gründung ist eine Kontrollmöglichkeit der Gremien nicht vorhanden. Das Risiko trägt dennoch die Stadtkasse, und wer zahlt letztendlich die Zeche? Die Bürger der Stadt! 

Unsere Forderungen: 
    • Sofortige Änderung der Hauptsatzung – die bislang dort erteilten Anteils-und Wertgrenzen sind ein Freibrief für Geschäftsführer. Diese müssen massiv herabgesetzt werden, und es muss ein Vetorecht für Beteiligungen unterhalb dieser Grenzen eingeführt werden. Weiterhin muss eine Berichtspflicht zu den Beteiligungen festgelegt werden. 
Das Beteiligungscontrolling soll ständiges beratendes Mitglied im Hauptausschuss sein und soll von diesem in die Aufsichtsgremien der Beteiligung entsendet werden können. 
    • Ausdehnung der Prüfrechte des Rechnungsprüfungsamtes auf alle Beteiligungen der Stadt also auch auf die der x. Generation. 
    • Ausweitung der Rechte und der personellen Ausstattung des Beteiligungscontrollings. Außerdem muss das Beteiligungscontrolling – ähnlich wie das Rechnungsprüfungsamt – völlig unabhängig agieren dürfen und entsprechend angesiedelt werden. 
Den Stadtwerken war es möglich, eine kommunalrechtlich rechtswidrige Beteiligungsgesellschaft – die FFE – zu gründen, die es dem Geschäftsführer der Stadtwerke ermöglicht, ohne Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Gesellschaften zu gründen. 

In unseren Augen ein Skandal! 
Unsere Forderung: 
    • Auflösung der FFE und Ansiedlung der Beteiligungen in die kontrollierbare Ebene. 

Erika Vollmer, Fraktionsvorsitzende 



Die Situation sollte sich zuspitzen und schließlich im April 2011 zur vorzeitigen Beurlaubung des Geschäftsführers Matthias Wolfskeil, der die Stadtwerke im Zeitraum 2000-2011 leitete, führen.("Stadtwerke trennen sich von Geschäftsführer"; Flensburger Tageblatt, 15.04.2011) Seitdem hat sich die Situation bei den Stadtwerken mit einer neuen Geschäftsführung stabilisiert, d. h. die Beteiligungen wurden zurückgefahren und wieder unter Aufsicht genommen. Die WiF berichtete im Oktober 2011 in ihrer stadtweit verteilten Zeitung



Und die anderen Fraktionen? 

Die Bilanz der SSW-Fraktion 2008-2012 berichtet zu den Stadtwerken Flensburg: „Neue Strategie auf Initiative des SSW. Auch auf Initiative des SSW wurde deshalb darüber nachgedacht, ob die Strategie für die Zeit von 2007-2012 noch tragfähig ist."("Bilanz der SSW-Ratsfraktion 2008-2012: Stadtwerke müssen in kommunaler Hand bleiben", S.21) 
Hilfreich für die Unternehmensentwicklung der Stadtwerke wäre gewesen, wenn der SSW bereits vor 2007 über die Strategie nachgedacht hätte. Die Preiserhöhungen der Jahre 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012 (fett hervorgehobene Artikelüberschriften unten) hätten dadurch geringer ausfallen können. Ein Leserbrief von W.L. Christiansen sah die Uhr bereits auf "mehr als fünf Minuten vor 12": "Stadtwerke - ein Jahr der Diskussion"(Flensborg Avis, 17.01.2011) 
Eine Bilanz der CDU-Fraktion liegt nicht vor. Erinnert man sich an den Slogan zur Landtagswahl 2012 ("Solide Finanzen. Mit der CDU"), dann hätte es zu den Finanzen der Stadtwerke Flensburg andere Ergebnisse geben müssen - von den Preiserhöhungen, dem Abenteuer in Ventspils/Lettland (vgl. Die Welt, 17.04.2008) und anderen Beteiligungen ganz abgesehen, wozu das Kieler Innenministerium schrieb: 
"'Die Gründung der IT-Power wurde dem Innenministerium nicht angezeigt und verstößt damit gegen die Gemeindeordnung.'"("Kiel nimmt Familiengeflecht ins Visier"; Flensburger Tageblatt, 20.02.2010) "Die Kommunalaufsicht hatte gar nichts mehr zu sagen. Die war von Flensburgs Politik und den Stadtwerken längst ausmanövriert worden.(...) Aus der zeitlichen Abfolge lässt sich etwa ablesen, dass sich die Stadt und ihre Tochter über Bedenken der Kommunalaufsicht bewusst hinwegsetzten.(...) Am 27. Februar wurde in Lettland der Gesellschaftsvertrag unterzeichnet - trotz einer ablehnenden Stellungnahme, die vom kurzfristig informierten Innenministerium inzwischen eingegangen war."(Holger Ohlsen, shz, in: "Vollendete Tatsachen in Ventspils"; Flensburger Tageblatt, 04.03.2008) 
Die SPD-Fraktion stellte lange Zeit den Vorsitzenden im Aufsichtsrat in Person von Peter Köhler. An der Beurlaubung des Geschäftsführers war P. Köhler nicht beteiligt. Ein neuer Kurs wurde erst mit Rolf Helgert (SPD-Fraktionsvorsitzender 2003-2008) eingeschlagen. Auf ihrem Kreisparteitag 2011 beschloss die SPD, die Stadtwerke "an die kürzere Leine" zu nehmen und sie wieder auf ihre "originären Aufgaben" zu verpflichten.("SPD: Stadtwerke an die kurze Leine"; Flensburger Tageblatt, 14.02.2011) 

 Leserbrief zur Verbrennung von Müll bzw. "Ersatzbrennstoffen"; von Elmar Westphal, Flensburg, 27.02.2006 (zur Zeit der Bedrohung durch die Vogelgrippe" und noch vor der Kommunalwahl 2008

Die Stadtwerke entscheiden – die Politiker hoffen
Herr Dr. Crasemann sagte als offizieller Vertreter der Stadtwerke am 31.10.2005, sie hätten keine Vergleichsberechnung für bessere Filtertechnik zu Gunsten von mehr Gesundheits- und Umweltschutz angestellt und hätten es auch nicht nötig. – Es war alles schon beschlossene Sache. Welche Versäumnisse sind dabei den Ratsvertretern im Aufsichtsrat vorzuwerfen, die zu dem Zeitpunkt längst wissen mussten, das die Stadträte in Neumünster und Kiel ihren Stadtwerken wesentlich strengere Auflagen gemacht hatten. 
Die Flensburger Kommunalpolitiker lassen sich dagegen mit einer nur mündlich genannten Mehrkostenzahl ruhig stellen. Sie verlegen sich stattdessen auf vierfaches Hoffen: 
 - Der SSW (Gerhard Bethge) hofft auf bestmögliche Werte - ohne bestmögliche Technik. 
 - Die CDU (Hans-Joachim Wnuck) will froh sein, sollten die Schadstoffwerte im Rahmen des Legalen bleiben. 
 - Die Grünen (Uwe Lorenzen) hoffen das Beste - und machen sich weiter überflüssig. 
 - Herr Rolf Helgert von der SPD hofft auch. Aber bei seinen Äußerungen bekomme ich als langjähriger SPD-Wähler rote Ohren. Das kann er so nicht gemeint haben. Wenn die Grenzen des Erlaubten für ihn ein Kompromiss sind...! Der Kompromiss kompromittiert. 
Bleiben wir beim Hoffen. In diesen „vogeligen" Zeiten könnten wir nach Voodoo-Sitte interfraktionell einen Hahn schlachten und hoffen, dass etwas Gutes über uns kommt.

[Veröffentlicht im Flensburger Tageblatt am 07.03.2006 unter der Überschrift "Ruhig gestellt" und gekürzt um den 1. Absatz.]  



Schließlich der für den Zeitraum 2000-2011 verantwortliche Geschäftsführer, Matthias Wolfskeil:
Bis 2010 haben die Stadtwerke Flensburg hervorragende Ergebnisse geschrieben. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit war immer positiv. Es lag in meinem letzten kompletten Jahr sogar einen Gewinn von mehr als 9,5 Millionen Euro vor. Für mich scheint es schon merkwürdig, dass ein Jahr nach meinem Ausscheiden solche Verluste produziert werden." (Matthias Wolfskeil, in: "'Bis 2010 immer positiv'"; Flensburger Tageblatt, 08.06.2012)
Die Realität: Preiserhöhungen in 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012. Und wie passt jene Einschätzung zu den folgenden zwei Befunden?(Wdh.) 
2008 hatte das städtische Unternehmen Verbindlichkeiten von rund 71 Millionen Euro in den Büchern stehen - Tendenz steigend. (...) fasste die Gesellschafterversammlung Anfang Dezember einstimmig den Beschluss, den Stadtwerken einen unabhängigen Gutachter ins Haus zu schicken." ("Stadtwerke: Das Geld wird knapp"; Flensburger Tageblatt, 30.12.2009) 
"Wir haben deutliche Verluste durch den Rückgang der Produktion" (Matthias Wolfskeil, in: "Krise strapaziert das Modell 'Stadtwerke der Zukunft'"; Flensburger Tageblatt, 30.12.2009) 



Presseartikel zur Stadtwerke Flensburg GmbH, 
überwiegend aus dem Flensburger Tageblatt / sh:z:

02.03.2017: Stadtwerke erweitern Service-Center 

19.12.2016: Harrislee parkt Millionen (Erhöhung der Einlage bei den Stadtwerken von 2,3 auf 4,5 Mio. Euro
03.12.2016: 90 Millionen für die Datenautobahn (Glasfaserverkabelung von 53.000 Haushalten geplant
09.11.2016: Energiewende treibt den Strompreis ("Ab Januar 6,50 Euro pro Monat mehr für ein Einfamilienhaus / Kein Anstieg im nächsten Jahr bei Fernwärme und Wasser"
20.10.2016: Fernwärme von der Rolle - Start in Wassersleben 
11.10.2016: Stadtwerke starten Flensburgs neue Telekom (Flächendeckender Ausbau des Glasfasernetzes für 60.000 Haushalte in zehn Jahren
25.08.2016: Stadtwerke verpachten Photovoltaik-Anlagen 
27.07.2016: Stadtwerke setzen auf Elektro-Autos (Fuhrpark von 10 E-Autos bei 120 Dienstwagen insgesamt
04.07.2016: Steiler Anstieg bei den Wärme-Kosten ("Preise für Strom sind in 20 Jahren weniger stark gestiegen als die für Fernwärme"
30.06.2016: Stadtwerke mustern den brummenden Schornstein aus (vibrierende Metallröhre des kleineren Schornsteins wird getauscht
27.06.2016: Stadtwerke mit neuer Strategie (für Rendite und Versorgungssicherheit
23.06.2016: TBZ. Deutschlands günstigste Müllabfuhr (Flensburger profitieren von guten Verträgen des TBZ
21.06.2016: Kessel 12: Neuer Schornstein wird erneuert; Kein echter Ersatz für teure Kohle (Offenbarung: "Stadtwerke können die selbst gesteckten Ziele mit Müllverbrennung statt fossiler Brennstoffe nicht erreichen"
08.06.2016: Innovation im Untergrund ("Moderne Fernwärme-Rohre lassen sich schneller und günstiger verlegen und verringern Wärmeverluste"; Netzlänge: 700 Kilometer
31.05.2016: Kessel 12: Führung durch ein Zukunftsprojekt ("moderne Gas- und Dampfturbinenanlage ersetzt als Kraftwerk im Kraftwerk seit Ende April 2016 zwei alte Kohlekessel"
27.05.2016: Millionen-Gewinn für Stadtwerke ("Überschuss von knapp 9 Millionen Euro / Hoher Stromabsatz dank externen Kunden / Kessel 12 arbeitet reibungslos"
21.05.2016: Adelbylund wird Oase der Ruhe ("Vollsperrung: Stadtwerke beginnen aufwändige Sanierung der Fernwärmeleitung nach neuem System"
22.04.2016: Strom aus Gas: Kessel 12 am Netz ("Einweihung des 128 Millionen Euro teuren Projekts bei den Stadtwerken"
02.04.2016: Bekanntmachung zum Einsatz von Sekundärbrennstoffen am Heizkraftwerk Flensburg 
16.01.2016: Energieversorgung der Stadt wird jetzt zentral gesteuert ("Wasser, Fernwärme und Elektrizität werden künftig von einer modernen Warte überwacht"
14.01.2016: Stadtwerke glauben an E-Mobilität ("Ausbau der Lade-Stationen ist strategisches Ziel"

28.11.2015: Stadtwerke-Kunden kennen Steueranteil nicht (Staatlicher Strompreisanteil liegt "inzwischen bei über 50 Prozent"
26.11.2015: TBZ. Flensburgs Netze bleiben in verschiedenen Händen (Stadtwerke verabschieden sich von Plänen und fokussieren auf Ausbau des Glasfasernetzes); Nicht verrennen [Kommentar]  
21.11.2015: TBZ senkt die Müllgebühren zum zweiten Mal in Folge (bei Gebühren im Landesvergleich spitze
19.11.2015: Strom konstant - Wärme teurer (Fernwärme wird um durchschnittlich 2,1% teurer, ist aber vergleichsweise preiswert; 8. Preiserhöhung in Folge, durchschnittlich um 4,25%)  
06.10.2015: Stadtwerke bauen an der Komtel 2.0 (Ausbau eines Lichtwellenleiter-Netzes
02.10.2015: Die Stadtwerke krächzen zurück (Maßnahmen als Reaktion auf den Stromausfall
29.08.2015: Netze-Frust in bester Einödlage ("Bei Fernwärmearbeiten in Solitüde hätten Glasfaserkabek verlegt können – doch es ist trotz großer Pläne der Stadtwerke unterblieben"
11.08.2015: Möwe sorgt für Kurzschluss (Stromausfall durch Vogel
10.08.2015: Böse Überraschung zum Frühstück (Stromausfall am Sonntagmorgen
15.07.2015: TBZ. Weichen gestellt: Alle Netze in Händen der Stadtwerke (CDU, SPD, SSW stimmen im Hauptausschuss anders ab als im TBZ-Verwaltungsrat am 13.07.2015); "Gründe unklar"[Kommentar]  
14.07.2015: TBZ. Netzstreit: Politik stärkt das TBZ ("Außerordentliche Verwaltungsratssitzung: Klares Votum für den Verbleib der Kanalisation"
11.07.2015: TBZ. Kampf um Flensburgs Kanäle ("Verliert das Technische Betriebszentrum Kanalnetz und Klärwerk an die Stadtwerke?"
09.07.2015: Neue Gasturbine im Kraftwerk gezündet; Neubaugebiet in Tarup geht ans Glasfasernetz 
05.06.2015: TBZ. Wer bekommt Flensburgs Abwasser ("Stadtwerke wollen alle Netze in ihrer Hand"
23.05.2015: Strom spült Millionen nach Flensburg (durch Strom 10,9 Mio. Euro Gewinn in 2014 nach 11,7 Mio. Euro Verlust 2013
18.05.2015: Neuer Kessel besteht unter Druck (TÜV bestätigt regelgerechte Druckprüfung für Kessel 12
16.05.2015: Strom für Theater und Straßenbahn (Historischer Rückblick auf den Beginn der Stadtwerke 1913
12.05.2015: Schmutzige Trenning bei IT-Power (Auflösung der Gesellschaft und fristlose Kündigung für den Geschäftsführer
05.05.2015: Strom-Speicher oder -Trassen? (Podiumsdiskussion „Dezentrale Stromspeicher contra neue Stromtrassen“ bei den Stadtwerken
28.04.2015: Gasgeruch! Unruhe am Klueser Weg ("Stadtwerke schließen Leck in der Druckleitung aus / Stromkabel könnte Ursache sein / Anlieger verspürten ein Vibrieren im Untergrund"
13.03.2015: Nächtlicher Flieger über der Stadt (soll mittels Wärmebildern Leckagen im 650 km langen Fernwärmenetz erfassen
24.02.2015: Stadtwerke: Zwei neue Schornsteine [für die neue Gas- und Dampfturbinenanlage
20.02.2015: Stadtwerke lösen Unternehmenstochter IT-Power auf [ex-Stadtwerke-GeFü hatte 44 von 52 Beschäftigten für seine neue Firma abgeworben und "beträchtlichen wirtschaftlichen Flurschaden" bewirkt
10.02.2015: TBZ verliert Hoheit über die Straßen [?] (Stellung des TBZ zum Planungsausschuss und zu den Stadtwerken
31.01.2015: Offshore-Strom (Beteiligung Windpark Borkum liefert erstmals Strom ins deutsche Netz

18.12.2014: Düsenantrieb für die Fernwärme ("Projekt Kessel 12 voll im Plan: Stadtwerke verbauen 128 Millionen Euro für flexible und variantenreiche Energieerzeugung"
04.12.2014: Flensburg - warme Insel des Lichts ("Bei einem flächendeckenden Blackout im Norden hätte die Stadt schnell wieder Strom und Fernwärme / Reserveheizwerke helfen im Notfall"
12.11.2014: Fernwärme wird 3,3 Prozent teurer ("Strom- und Wasserpreis immerhin stabil"
26.09.2014: Stadtwerke stoppen Fernwärme-Pläne (für Jarplund und Weding) 
19.09.2014: Eine Datenautobahn für die ganze Stadt (Stadtwerke wollen in zehn bis 15 Jahren ein flächendeckendes Glasfaserkabelnetz installieren
19.06.2014: Neumünster behandelt Abfall aus Flensburg ("Flensburger Müll kommt auch künftig") 
23.05.2014: Stadtwerke schreiben rote Zahlen / "Das Offshore-Loch" ("Stadt-Tochter wertet ihre Beteiligung am Offshore-Windpark Borkum um 17 Millionen Euro ab - das bedeutet 11 Millionen Euro Minus"
13.03.2014: Mehr Ordnung im Untergrund ("Stadt, Stadtwerke und TBZ wollen Reibungsverluste bei Arbeiten an den städtischen Netzen verringern und geben eine Analyse in Auftrag."
14.02.2014: "LED lohnt sich nicht" (Marschroute für die Flensburger Straßenbeleuchtung wird revidiert") 
23.01.2014: Neue Gasleitung kann gebaut werden ("Land genehmigt umstrittenen Trassenverlauf durch Klues"
11.01.2014: Der Widerstand wächst (Bewohner von Klues von Erläuterungen der Stadtwerke zur geplanten Gasleitung nicht überzeugt

12.11.2013: Strompreis stabil, Wärme wird teurer; Gutes Signal [Kommentar]
24.10.2013: Wer nicht zahlt, bleibt ohne Strom (1400 mal pro Jahr schalten die Stadtwerke säumigen Zahlern den Strom ab
14.09.2013: Verhärtete Fronten im Pipeline-Streit (geplante Gasleitung durch das Wohngebiet in Klues
28.08.2013: 'Projekt Kessel 12'. Grundstein für Kraftwerk in Flensburg gelegt (Investition "etwa 128 Millionen"
17.08.2013: Zwei Partner mit sechs Netzen ("Bessere Abstimmung zwischen Stadtwerke und dem TBZ angestrebt"
14.08.2013: Alle Netze in eine Hand? (Stadt prüft, alle 6 Leitungsnetze bei den Stadtwerken oder beim TBZ zu bündeln
16.07.2013: Wettbieten um Glücksburgs Kanalnetz ("Flensburg-Töchter Stadtwerke und TBZ konkurrieren um Übernahme der Abwasserbeseitigung"
25.05.2013: Stadtwerke wieder in der Gewinnzone ("Stromabsatz geht zurück, Fernwärmeverbrauch steigt / 5,9 Millionen Euro Gewinn im Jahr 2012 / Campusbad-Übernahme verlief erfolgreich"
21.05.2013: Faber muss es künftig allein machen ("Gemeindeordnung verordnet Ein-Mann-Gesellschafterversammlung")  
14.05.2013: Geplante Gasleitung. "Dann wächst hier kein Gras mehr" ("Klues wehrt sich gegen Hochdruck-Gasleitung"
28.03.2013: Eiszeit lässt Stadtwerke jubeln ("Stadtwerke steigern Fernwärmeumsatz um mehr als ein Drittel"
23.03.2013: Kessel 12. Kritische Fragen nach der Gasleitung (Anwohner wünschen anderen Verlauf der Druckleitung
21.02.2013: Millionenauftrag aus Flensburg geht nach Husum (Projekt Kessel 12: Stadtwerke "ordern 28 Millionen Euro teure Anlage bei nordfriesischer Kesselbaufirma"
03.01.2013: IT-Power: Die Stadtwerke-Tochter wächst wieder (Stadtwerke sehen nach "Stabilisierungsphase" eine "erneute Expansionsphase"; "Wachstumsziele erfüllt"

19.12.2012: Aus für die letzte Kohle-Beteiligung [Beteiligung Flensburger Förde Energie] ("Stadtwerke lassen Enkeltochter FFE pleite gehen - und steigen damit aus dem letzten fernen Kohlekraftwerksprojekt in Lünen aus"
27.11.2012: Ab 2015: Kohle-Kessel haben ausgedient (Moderne Gas- und Dampfturbinenanlage soll zwei alte Kohle-Kessel ersetzen
09.11.2012: Strom wird über zehn Prozent teurer ("Energieumlagen und Steuern treiben den Stadtwerke-Preis, aber die Kosten für Fernwärme und Wasser steigen moderat"
13.10.2012: Windgas - Chance für Flensburg (Energie-Diskussionsabend bei den Stadtwerken mit neuen Erkenntnissen
29.09.2012: Erdgas-Pläne sorgen für dicke Luft (Anwohner in Klues kritisieren Gastrassenverlauf
03.07.2012: Fixe Stadtwerke schlagen der Politik (der Bundesregierung) ein Schnäppchen (Solaranlage deckt Strombedarf von 65 Privathaushalten
09.06.2012: IT-Power: Keine unerlaubte Abwerbung (meint das Landgericht Kiel
08.06.2012: "Bis 2010 immer positiv" (Ex-Chef weist Vorwürfe zurück
24.05.2012: Ableser zurück zur Mutter ("Kieler Firma Innotec kauft Messtechnik-Tochter Semeco von den Stadtwerken"
22.05.2012: Altlasten fressen Stadtwerke-Gewinn ("Zum letzten Mal werde die 2011er-Bilanz noch von alten Beteiligungen getrübt"
26.04.2012: Stadtwerke klagen gegen neue Firma des Ex-Chefs ("Quanto GmbH, neuer Arbeitgeber von Matthias Wolfskeil, soll Mitarbeiter und Kunden abgeworben haben"
12.04.2012: Stadtwerke-Tochter IT-Power mit neuem strategischen Partner 
23.03.2012: "Nicht alle Entscheidungen sind klug" (Ex-Chef der Stadtwerke zur Energiewende und zur Zukunft kommunaler Energieversorger
13.01.2012: MEISH an Neumünster. Sorgenkind unter neuer Haube; MEISH: Bei Anruf Rettung (Müllverbrennung: In nur 5 Jahren 5 Mio. Euro Miese
11.01.2012: Stadtwerke und TBZ setzen auf LED-Straßenlampen 

20.12.2011: Korruption? Stadtwerke feuern drei Mitarbeiter [Baar Consult]; Stadtwerke Flensburg setzen auf die Rübe (Versorger erhöht Anteile an der Beta-Biomethan Schuby GmbH auf 75,1%)  
20.12.2011: Stadtwerke Flensburg setzen auf die Rübe [Beteiligung Beta Biomethan]
15.12.2011: Stadtwerke [Eckernförde] top in Sachen Wärme (Eckernförder Zeitung) 
28.11.2011: Stöpselt die Stadt ihre Stadtwerke ab? / Es wird dunkler in Flensburg [Gebührenanhebung für Straßenbeleuchtung] 
13.10.2011: Stadtwerke Netzbetreiber in Harrislee ("Strategiewechsel beim Flensburger Energieunternehmen stimmt Harrislees Kommunalpolitiker mehrheitlich um"
29.09.2011: Flammen vernichten Brennstoff-Lager ("5000 Quadratmeter große Halle in Flammen"
23.09.2011: Wie transparent dürften die neuen Stadtwerke sein? (Einwohnerversammlung zur Zukunftsstrategie der Stadtwerke im Rathaus
03.09.2011: Rückendeckung für Stadtwerke-Strategie (WiF: Stadtwerke "zum Gewinn verdammt"
24.08.2011: Jetzt wird transparent gesteuert und kontrolliert; Geist der Offenheit [Kommentar] ("Der Geist der Transparenz und Offenheit soll künftig durch die Batteriestraße wehen."
09.07.2011: Keine Kohle in der Ferne [Beteiligung Trianel-Kohlekraftwerk] (Ausstieg mit "sechsstelligem Verlust"
02.07.2011: Kohlekraftwerk Krefeld: Flensburg steigt aus (Trianel-Projekt Krefeld wird gestrichen; Trianel-Projekt Lünen ist bereits in Bau und damit bindend
21.06.2011: Aufsichtsräte: Sollen sie raus aus dem Hauptausschuss? ("Kleine Fraktionen sehen Interessenkonflikt bei Personalunion mit städtischen Gremien"
04.06.2011: Strom-Boom und der Winter retten die Stadtwerke-Bilanz (Abschreibung von 7,28 Millionen Euro für 'Ventspils' und Müllverbrennung); Abenteuer ade [Kommentar
27.05.2011: Abenteuer Ventspils: Der Ofen ist aus (Restanteil von 1,9 der 2007 angelegten 4,6 Mio. Euro gesichert
21.05.2011: Teldafax zahlt nicht - Stadtwerke Flensburg übernehmen Kunden (166 betroffene Kunden
17.05.2011: Goldene Jahre dank KWK-plus [Baar Consult] ("Gefeuerter Manager bezog 1250 Euro täglich", lt. ex-GeFü "vollkommen üblich für einen Interimsmanager"
06.05.2011: Neue Gasanlage. 128 Millionen für Stadtwerke-Zukunft ("Neue Gasanlage ersetzt alte Kessel"
04.05.2011: Millionen-Schleuder KWK Plus? [Baar Consult] ("Neun Millionen in vier Jahren: Stadtwerke-Gesellschafter diskutieren nach WiF-Präsentation Beratertätigkeit beim Kraftwerksumbau")
02.05.2011: Der neue starke Mann der Stadtwerke (Maik Render) 
16.04.2011: Warum musste Wolfskeil schnell weg? ("Aufsichtsrat zog nach fehlender Information über ausbleibende Erfolge bei mehreren Beteiligungsprojekten die Reißleine"); Mit neuer Energie [Kommentar]
02.04.2011: Rat dreht Stadtwerken den Atomstrom ab (Konzept für schnellen Ausstieg gefordert
08.03.2011: Raubt die Stadt ihre Tochter aus?; Kranke Kuh [Kommentar]  
10.02.2011: An der Grenze keine Freiheit? ("Alternative Stromanbieter lehnen Lieferungen für Flensburger Haushalte ab"
24.01.2011: Sorgen um Zukunft der Stadtwerke (Strategie 2012 bis 2017. Evaluierung durch ext. Gutachter soll bis zum Sommer weitergehen); Problemfelder: Fernwärme und Ersatzbrennstoffe (aka Müllverbrennung
12.01.2011: Stadtwerken Flensburg droht ein Desaster (Nord-Kurier) 
03.01.2011: Stadtwerke. Neuer Krach um eine stille Liebe [Beteiligung Mr. Net] 

10.12.2010: Die Stadtwerke erhöhen alle Energiepreise (Strom, Wasser, Fernwärme ab Februar 2011 rund 8% teurer); Strom, Wasser und Wärme teurer (Flensborg Avis) 
07.12.2010: 60-Millionen-Projekt: Zweifel an Projekt KWK-plus ("Fazit der Stadtwerke: Unter dem Strich rechnet sich der Einsatz der Sekundär-Brennstoffe."
06.11.2010: Steuervorteil fällt: Fernwärme teurer? (Bundestag streicht Fernwärmeförderung
03.11.2010: Atom-Beschluss stößt Stadtwerken auf ("Nach Bundestagsentscheidung sehen Stadtwerke sich in ihrer langfristigen Umbau-Strategie auf erneuerbare Energien behindert.")
21.09.2010: Tricksen Stadtwerke ihre Kunden aus? (neue AGBs
04.08.2010: Kraftwerksprojekt Ventspils: Das Poker geht weiter ("Für die Stadtwerke... geht es immerhin um 5,1 Millionen Euro."
28.07.2010: Preis-Wirrwarr um Stadtwerke-Tarife (Kieler Verbraucherzentrale kritisiert Preiserhöhungen, neue AGBs und unwirksame Vertragsklauseln
02.07.2010: Tarp: Fernwärme kommt: Behinderungen 
08.06.2010: Ventspils: Zur Not auf Pump bauen ("Kiel, durch einen Doppelpass zwischen Stadt und Stadtwerken regelwidrig ausgetrickst."
28.05.2010: Bald Biogas-Kessel für das Stadtwerke-Kraftwerk? (Bilanz 2009: Gewinneinbruch von 8,3 Millionen auf nur 31.570 Euro; 10 Millionen Euro Abschlag wegen teurem Kohle-Kauf 2008
08.05.2010: Denkmalschutz sauer auf Stadtwerke (Alter Kran wandert in den Schrott.
25.03.2010: Schicht im Schacht: Peter Köhler verlässt Stadtwerke ("Amtszeit deckt ziemlich genau den Zeitraum ab, in dem die Stadtwerke zu einer Eier legenden Wollmilchsau gezüchtet wurden."
13.03.2010: Millionen-Poker in Ventspils ("In Kiel war man sauer, dass Stadt und Stadtwerke die Genehmigungsbehörde im Schulterschluss ausgetrickst hatten."
20.02.2010: Kiel nimmt Familiengeflecht ins Visier ("Die Gründung der IT-Power wurde dem Innenministerium nicht angezeigt und verstößt damit gegen die Gemeindeordnung."
02.02.2010: Ein Job, den man nicht verlieren kann (Auszeichnung für "beispielhafte Personalarbeit"
23.01.2010: Special Agent [Kommentar]; WiF taler om en skandale (Flensborg Avis) 
21.01.2010: Stadt sucht Kontakt zu ihren Enkeln [Beteiligungen] (u.a. FFE; "Das RPA geht von mindestens 10 Millionen Euro aus, die kommunal nicht kontrolliert werden.")
09.01.2010: Byens vaerker uden kontrol; Flensborgs egen revision kritiserer Stadtwerke (Flensborg Avis) 

31.12.2009: "Wir sind gut beraten, den Rotstift im nächsten Jahr sensibel anzusetzen"(OB Tscheuschner im Interview)
30.12.2009: Stadtwerke: Das Geld wird knapp; Krise strapaziert das Modell 'Stadtwerke der Zukunft' (GeFü: "zwischen 1998 und 2009 Umsatz mehr als verdoppelt"); Signal aus der Krise [Kommentar
15.12.2009: Tarp: Flensburger Fernwärme für Tarp (bis 2050 komplette Abkehr von Verbrennung von Kohle geplant
08.12.2009: Stadt prüft Beteiligung [Beteiligungen Flensburger Förde Energie & Mr. Net] 
24.09.2009: Ausgezeichnet: Flensburgs Stadtwerke ("Top-Lokalversorger 2009 Strom"
15.07.2009: Mega-Anlage macht Biogas aus Rübenmus [Beteiligung Beta Biomethan] 
10.07.2009: Stadtwerke auf dem Weg zur Null-Lösung ("bis 2050 komplette Abkehr von der Kohle"
07.07.2009: Bestechung als Berater-Salär getarnt? (Durchsuchung Staatsanwaltschaft am 30.06.2009
06.07.2009: Ermittlungen wegen Untreue (eines Mitarbeiters
09.06.2009: Strom, Wärme, Wasser - die Stadtwerke Flensburg liefern Energie zum Leben (Anzeigen-extra
05.06.2009: Grundstein für Stadtwerke-Bau ("Investition von rund 4,6 Millionen Euro für den Neubau"
30.05.2009: Stadtwerke wachsen gegen jeden Trend (GeFü Wolfskeil verspricht: "Alle Preise bleiben stabil - mindestens bis zum Jahresende". 2008 mit 54% erstmals mehr Verkauf außerhalb des Heimatmarktes.
02.04.2009: Stadtwerke auf Platz zwei von 34 (bundesweiter Vergleich von Service-Qualität und Kommunikation; große Anbieter nicht unter den ersten Drei
20.03.2009: Flensburg auf dem Weg zur Klima-Hauptstadt? ("Ziel: bis 2050 die Kohle komplett durch Biomasse-Befeuerung ersetzen.")
14.03.2009: Gewerbemüll ersetzt die Kohle (Flensborg Avis) 
11.03.2009: 2.500 Mahnungen pro Woche: Linke will 'Strombegrenzer' (Stadtwerke versenden "bis zu 2500 Mahnungen pro Woche")
20.02.2009: Die große Buddelei geht weiter (Gesamtnetz Stadtwerke: 2500 km; davon Strom: 1500 km, Fernwärme: 600 km (1200 km Rohr, weil Doppelleitung), Wasser: 450 km. FL hat viertgrößtes Fernwärmenetz Deutschlands. 7 bis 13,5 km sollen jährlich erneuert werden.) 
28.01.2009: Kwk-Plus. 60 Millionen für die Technik der Zukunft (Investitionssumme innerhalb von 5 Jahren in das Heizkraftwerk
20.01.2009: Stadtwerke Flensburg wollen in Bordesholm einsteigen ("Mit der Regionalpartnerschaft, der weitere folgen sollen, stemmen sich die SWF auch gegen Marktführer wie die EON in Schleswig-Holstein.")

05.12.2008: Energie zu teuer: Stadtwerke und TBZ im Strom-Streit [TBZ will die neuen Preise nicht zahlen und beruft sich auf alte Verträge.
09.10.2008: Ventspils-Prokekt: Flackert das Licht? ["Geschäftsführer Matthias Wolfskeil... verbreitet weiter Optimismus - unter der Maßgabe, dass Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit gegeben seien."
06.10.2008: Kletterpartie: Wo Flensburg echt spitze ist [Nach dem NDR-Sender ist der Stadtwerke-Schornstein mit 140 Metern das zweithöchste Bauwerk Flensburgs.] 
30.09.2008: Stromausfall: Warum kam es zum Kurzschluss? 
29.08.2008: Der Abend, als es an der Förde dunkel wurde; Impressionen eines Abends ohne Strom 
09.08.2008: Blitz schlug ein: Stromausfall total! 
30.05.2008: Messwerte jetzt online an die Aufsichtsbehörde (Emissionswerte werden online an Staatliches Umweltamt übermittelt; Kosten: 1 Mio. Euro
08.07.2008: Rund 5.000 Haushalte ohne Strom ("Kabelschaden im Norden"
* 25.05.2008:  Kommunalwahl (2008-2013). [WiF wird stärkste Fraktion mit zwei Vertretern in den Aufsichtsgremien der Stadtwerke.]  
16.05.2008: Boommarkt Strom: Stadtwerke sind zum Wachsen verdammt ("Flensburger Stadtwerke versprechen nicht nur stabile Preise für Wasser und Wärme. Trotz überregionaler Preiskämpfe am Strommarkt soll der Stadtwerkepreis dieses Jahr nicht mehr steigen."
25.04.2008: 100 Millionen Euro für die Stadtkasse? ("Mit der Privatisierung eines knappen Viertels der Stadtwerke-Anteile will die FDP der verschuldeten Stadt neue finanzielle Spielräume verschaffen."
04.04.2008: Mehr Platz für die Stadtwerke (Bau eines zusätzlichen Verwaltungshauses am Brauereiweg
28.03.2008: Gute Filterwerte an Kessel 11 ("Erste Messergebnisse nach Inbetriebnahme: Grenzwerte deutlich unterschritten"
20.03.2008: Hohmeyer: "Flensburg kann Pionier bei CO²-Senkung sein" (durch Umstellung der Kraft-Wärme-Koppelung im Heizkraftwerk auf erneuerbare Energieträger
18.03.2008: Das Ende eines unmoralischen Angebots [Cross-Border-Leasing] (Flensborg Avis) 
08.03.2008: Global Player [Kommentar
04.03.2008: Vollendete Tatsachen in Ventspils ([Beteiligung "mit 4,581 Mio. Euro... in Ventspils Energo SIA"); Legal, illegal... [Kommentar
23.02.2008: Zweite Warnstreikwelle erfasst die Stadtwerke ("120 Mitarbeiter für mehrere Stunden im Ausstand"
19.02.2008: Sind Stadtwerke-Töchter außer Kontrolle? ("Stadtwerke sind international tätig - mit 22 Tochtergesellschaften und Beteiligungen"; RPA: "unternehmerische Entscheidungen von Tragweite nur noch in einer Hand"
05.02.2008: Ventspils: Ein Kraftwerk liegt auf Eis ("Stadt und Kommunalaufsicht befinden sich weiter im Abgleich ihrer unterschiedlichen Rechtsauffassungen darüber, was ein kommunales Unternehmen darf - und was nicht."
02.02.2008: Stadtwerke wollen hoch hinaus ("Umsatz soll bis 2012 um 40 Prozent ansteigen"
28.01.2008: Stadtwerke-Kai durch neuen Zaun abgesperrt (Zaun und Schranke sollen Sicherheit des Schiffsverkehrs und der Stadtwerke erhöhen
08.01.2008: Eon-Hanse und Stadtwerke einigen sich (zum Netzwechsel von 2500 Kunden
05.01.2008: Stadtwerke-Kunden in der Tarif-Falle (Probleme beim Wechsel zu den Stadtwerken

24.12.2007: Stadtwerke-Tarife: Partei nimmt grünen Aufsichtsrat in Schutz 
23.11.2007: Preise steigen auf breiter Front; Kontraproduktiv [Kommentar]; Auch Abwassergebühr wird erhöht  
21.11.2007: Stadtwerke erhöhen die Energiepreise; Stadtwerke Flensburg erhöhen Preise 
19.11.2007: Stadtwerke knackt die 50.000 (Zahl der Privatkunden außerhalb Flensburgs
16.11.2007: Dunkler Rauch über der Stadt 
14.09.2007: Viel weniger Staub als erlaubt (Staub-Emissionen unter den ab 01.11.07 geltenden Grenzwerten
25.08.2007: Zeitplan für die Kessel im Verzug ("erhebliche Verzögerungen und Kostensteigerungen" bei der Umrüstung der Stadtwerke-Kessel
03.08.2007: Warteschleife für Engagement in Lettland (Warten auf Segen der Kieler Kommunalaufsicht
03.07.2007: Hamburger Strom-Kunden wechseln in den Norden (Kundenzahl außerhalb Flensburgs in einem Monat um 10% erhöht
23.06.2007: Lettland-Strom: Stoppt Kiel die Stadtwerke? 
13.06.2007: Stadtwerke erzielen Rekordergebnis; Strompreis bleibt stabil 
11.06.2007: Stadtwerke-GeFü Wolfskeil: "Es liege vor allem an der richtigen Strategie, dass Flensburg mit seinen Stadtwerken so gut gefahren sei"; in: "Profis an der Spitze"(Der Spiegel, #24/2007) 
05.06.2007: Stadtwerke dürfen nicht für die Stadt abrechnen (Verfahren für Abwasser-Gebührenbescheide unzulässig
04.05.2007: Investieren für den Norden (Stadtwerke setzen weiter auf Wachstum, um den Standort zu stärken
26.04.2007: 8,3 Millionen für NRW-Kraftwerk (Beteiligung an Kohlekraftwerk in Lünen); Bitte sehr! [Kommentar]  
13.04.2007: Zwei regionale Unternehmen geben Vollgas bei Biogas (Partnerschaft mit Hofkontor AG, Eggebek
17.03.2007: Im Kessel 11 wird noch geprobt ("Kwk-plus nach wie vor im Probebetrieb"
14.03.2007: Stadtwerke bauen Kraftwerk in Lettland (Beteiligung an Energo in Ventspils mit 49%
27.02.2007: Stadtwerke brüskieren Landesrechnungshof; Kurzschluss [Kommentar]; Energie-Partnerschaft Flensburg-Ventspils (Lettische Presseschau) 
26.02.2007: Neue Lagerhalle für Ersatzbrennstoffe 
12.01.2007: Einweihung einer Großinvestition ("Stadtwerke haben mit Verbrennung von aufbereitetem Abfall begonnen"

21.12.2006: Fernwärmepreis steigt; Strom und Wasser vorerst stabil 
02.12.2006: Flensburg und sein Umland: Eine zarte Symbiose (Umlandgemeinden kritisieren Schadstoffwerte
24.11.2006: Zusage der Stadtwerke reicht dem Rat ("Antrag für vertraglich fixierte Festschreibung der Emissionen im Rat gescheitert"
21.11.2006: Neue Boomtown Brunsbüttel 
11.11.2006: KWK-plus startet mit Verspätung (Müllverbrennung beginnt Anfang Dezember
18.10.2006: Sonne und Wind sind an der Förde noch Statisten (Energie-Diskussion im Audimax
29.09.2006: Neuer Glanz für Glücksburg bei Nacht 
22.08.2006: Baustelle für die größten Filter der Stadt (Vorbereitung der Kessel 9, 10, 11 für Gewerbemüll
20.07.2006: Mehr Umsatz und Gewinn ("Stadtwerke schließen 2005 mit einem Überschuss von 9,6 Millionen Euro"
04.07.2006: Staub: Politik will sich nicht binden (CDU, SPD, SSW "mauern" gegen Grünen-Antrag und Bürgerinitiative
15.06.2006: Stadtwerke verkaufen (FDP überlegt, die Stadt aus der "Verschuldungsfalle" zu retten
10.06.2006: Bessere Werte ohne neue Filter (Toxikologe und Stadtwerke kommen nun auf gleiche Schadstoffwerte); Optimierung [Kommentar
01.06.2006: Weniger Feinstaub ohne bessere Filter? (Gespräche zwischen Stadtwerken und Kieler Toxikologen
17.05.2006: Neue Initiative für bessere Filter (Grüne wollen Diskussion
06.05.2006: Initiative für bessere Filter 
28.04.2006: "Zuviel Feinstaub aus Stadtwerke-Filtern" (kritisiert ein Kieler Toxikologe); Glaubwürdigkeit zurückgewinnen [Kommentar
19.04.2006: Müllverbrennung: Duell im Ausschuss ("Kieler Toxikologe trifft in Glücksburg auf Stadtwerke-Vertreter"
31.03.2006: Stadtwerke drohen kritischen Flugblatt-Autoren ("Grund ist ein in Arztpraxen ausgelegtes Flugblatt, in dem bessere Filter für das Kraftwerk der Stadtwerke gefordert werden"
30.03.2006: Flensburg bleibt hart: Keine besseren Filter (Amt Langballig fordert "bestmögliche Filtertechnik", Stadtwerke, Dr. Crasemann, lehnen dies "kategorisch" ab
16.03.2006: Stadtwerke stellen Filter-Pläne vor (Glücksburg fordert Anwendung der neuesten Filtertechnik
10.03.2006: Stadtwerke: Umland fordert weiter modernste Filter-Technik 
02.03.2006: Müllverbrennung: Glücksburg fordert modernere Technik ("Image-Verluste für die Tourismus-Region befürchtet
01.03.2006: Umland fordert gute Luft ("Glücksburg und Langballig befürchten Image-Verluste für die Tourismus-Region"); Neu diskutieren [Kommentar
22.02.2006: Kraftwerk ohne zusätzliche Filter ("Investition von rund 23 Mio. Euro"); Politiker hoffen auf gute Messergebnisse; Kostenfaktor [Kommentar
18.02.2006: BUND-Kritik an Stadtwerken 
08.02.2006: Müll-Kraftwerk: Spart Flensburg an der Umwelt? ("Anlage ist im Bereich des Erlaubten", aber nicht neueste Technik); Stand der Technik [Kommentar
02.02.2006: Stadtwerke Flensburg liefern Strom für Bordesholm ("Premiere für den Versorger aus Flensburg: Er liefert Strom für eine ganze Gemeinde"
17.01.2006: Genügend Kohle für einen langen Winter ("Stadtwerke verfeuern täglich 1200 Tonnen Kohle"; Lagerstand: 100.000 Tonnen

30.12.2005: Strom ab Januar teurer, Fernwärme erst ab Juli; Investitionen und neue Jobs 
20.12.2005: Stadtwerke planen Erhöhung des Strompreises; Teurer Strom [Kommentar
10.12.2005: Müllverbrennung: Kein Geld - kein Widerspruch (Inanspruchnahme bürgerlichen Rechts würde mehrere hunderttausend Euro kosten
15.11.2005: Ersatzbrennstoff - was ist das? (Leserbrief zum Inhalt der "Ersatzbrennstoffe"
14.10.2005: "Dem Bürger nicht weiter in die Tasche greifen" (meint der Aufsichtsratsvorsitzende); Sorgenkind Energiepreis (für Mitsubishi HiTec Paper); Abgelehnt [Kommentar
23.09.2005: Stadtwerke vor neuer Front (Bürgerinitiative plant, gegen Genehmigung zur Müllverbrennung Widerspruch zu erheben
14.09.2005: Genehmigung für Müllverbrennung (Staatliches Umweltamt Schleswig genehmigt den Einsatz von Ersatzbrennstoffen aus Abfall bei den Stadtwerken
20.08.2005: Stadtwerke dürfen Müll verbrennen (Genehmigung vom Staatlichen Umweltamt in Schleswig angekündigt
24.05.2005: Stadtwerke legen bei Umsatz und Gewinn zu (Umsatz 2004 gestiegen auf 145,8 Mio. Euro von zuvor 131,2 Mio. Euro; Jahresüberschuss gestiegen auf 6,3 Mio. Euro von zuvor 4,3 Mio. Euro in 2003)  
31.03.2005: Stadtwerke erhöhen die Strompreise ab 1. April (wegen gestiegener Kohlepreise und EEG-Umlage
26.03.2005: Flensburger Strom für Hamburger Haushalte (Vertrag mit Saga GWG, Hamburg
11.03.2005: Katharinenhof: Netz ohne doppelten Boden (Stadtwerke wollen Netz von Sindram nicht übernehmen
11.02.2005: Stadtwerke wachsen weiter (Beteiligungsgesellschaft "Flensburg Förde Energie" soll neue Märkte öffnen
03.02.2005: Stadtwerke: Anhörung abgehakt ("Behandlung von 43 Einwendungen in der Bürgerhalle nach einem Sitzungsmarathon von über 12 Stunden"
02.02.2005: Müllverbrennung: Zäher Stoff in der Bürgerhalle ("Bürgerinitiative stellt Befangenheitsantrag gegen Aufsichtsbehörde"
29.01.2005: Müllverbrennungsgegner fordern neue Tagesordnung; Holzheizwerk erweitert (Stadtwerke investierten "rund 360.000 Euro in Langballig"
27.01.2005: Öffentliche Erörterung ohne Öffentlichkeit? (Geplante Erörterung der Müllverbrennung ohne kurzfristige Ankündigung
20.01.2005: Müll kommt über Apenrader Straße (Planungsausschuss erteilte "gemeindliches Einvernehmen"
13.01.2005: Sparmaßnahmen im Kraftwerksschlot (Unternehmen steigt in den Handel mit CO²-Zertifikaten ein); Klimakiller Kohlendioxid im Visier 

22.12.2004: Schweißarbeiten zu nachtschlafender Zeit (defekte Fernwärmeleitung repariert); Tipps für Einwendungen  
18.12.2004: Müllverbrennung: "Ja" der Grünen im Aufsichtsrat (am 10. März 2004
09.12.2004: "Was ist denn da so alles drin?" (fragt das Aufsichtsratsmitglied der Grünen
03.12.2004: Streit um die Ersatzbrennstoffe ("Der Einstieg der Stadtwerke in die Müllverbrennung bleibt umstritten"
25.11.2004: Stadtwerke erhöhen die Preise 
20.11.2004: Ärger mit den Müllschnipseln 

27.08.2003: Studie dokumentiert Bedeutung der Stadtwerke Flensburg für die Region (Studie: Pestel-Institut, Hannover
...
09.08.2002: Ausverkauf des Volkseigentums (DKP zu Cross-Border-Leasing-Plänen der Stadtwerke





Stadtwerke – Rettungsanker greift!
Crashkurs konnte rechtzeitig korrigiert werden

Die Stadtwerke Flensburg sind in den letzten Jahren wirtschaftlich unter Druck geraten, was die Bürger spätestens seit 2008 bei der Prüfung ihrer Abrechnungen merken konnten: Die Preise stiegen seit 2008 jedes Jahr, und das hatte nicht allein mit dem Weltmarktpreisen für Rohstoffe und Energie zu tun. Die Stadtwerke waren einige finanzielle Wagnisse eingegangen, die sich nun preislich rächten. So hat z. B. die eingeführte Müllverbrennung, die 2006 begonnen und als Nutzung von „Ersatzbrennstoff" verharmlost worden war, zwar Schadstoffe, aber keinen Gewinn eingebracht; Gerüchte besagten, dass sie sogar technische Schäden verursacht habe. Verluste bescherten außerdem das ohne Kenntnis des Kieler Ministeriums eingegangene Investitionsabenteuer beim Kraftwerk im osteuropäischen Ventspils, sowie jenes beim Kohlekraftwerk in Lünen. Auch der Einkauf des Brennstoffes Kohle erfolgte leider zu relativ hohen Marktpreisen. Zwar fehlte es dem damaligen Geschäftsführer Matthias Wolfskeil regelmäßig an Glück, aber Kreativität bewies er, diplomierter Kaufmann aber kein Techniker, bei der zahlreichen Ausgliederung von Tochterfirmen aus der Muttergesellschaft Stadtwerke. Das ging so weit, bis schließlich der Oberbürgermeister am Silvestertag 2009 öffentlich die Frage vorgelegt bekam: Hat die Stadt noch die volle Kontrolle über die Stadtwerke?" – Nein", lautete der Silvesterkracher von OB Tscheuschner. 

In den Jahren 2008, 2009, 2010, 2011 mussten die Stadtwerke viermal in Folge die Preise erhöhen. Diese Erhöhungen waren nicht nur besorgniserregend, sondern die Folge einer gescheiterten Strategie ihres Geschäftsführers, dem die Parteien SSW, CDU, SPD zuvor außergewöhnliche Vollmachten verliehen hatten, indem er gestalterisch über größere Beträge verfügen konnte; es gelang ihm außerdem, angestellte Beschäftigte mit zusätzlichen Honorarzahlungen für Beratung" zu versehen. Schließlich, nachdem sich an der Spitze des Aufsichtsrates ein Wechsel vollzogen hatte – der ehemalige Gewerkschaftsvertreter Peter Köhler (SPD) war verabschiedet worden – entschied die Gesellschaftsversammlung der Stadtwerke im April 2011, Geschäftsführer Wolfskeil vorzeitig freizustellen: bei vollen Bezügen für ein Jahr.("Warum musste Wolfskeil schnell weg?"; Flensburger Tageblatt, 16.04.2011) Auch wenn kaum Erfolge vorzuweisen waren, sicherten vertragsrechtliche Zusagen ein auskömmliches Salär, von dem Normalverdiener nur träumen können. 

Bis zur Freistellung des Geschäftsführers war der Aufsichtsrat nicht in der Lage gewesen, die Entwicklung aufzuhalten, bei der die Existenz der Stadtwerke als 100%-ige Tochter der Stadt Flensburg auf dem Spiel stand. Schließlich übernahm der frühere SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Helgert den Vorsitz im Aufsichtsrat und legte mit einer neuen, technisch ausgerichteten Geschäftsführung einen besseren Kurs an. Unterstützt wurde bzw. wird dies durch die zwei Mandate der WiF im Hauptausschuss der Stadt und im Aufsichtsrat der Stadtwerke. Das Schicksal, dass der Stadtsparkasse widerfahren ist, konnte für die Stadtwerke abgewendet werden. Dies ist – rückblickend – ein ungeahnter Verdienst der WiF-Mitglieder im Hauptausschuss sowie der Wählerinnen und Wähler, welche der WiF im Mai 2008 zahlreich ihre Stimme gaben! 

Ironischerweise stolperte Geschäftsführer Wolfskeil im April 2011 über die Expertise jener Person, deren Bürgerinitiativen-Flugblätter zur Müllverbrennung er fünf Jahre zuvor hatte verbieten wollen ("Stadtwerke drohen kritischen Flugblatt-Autoren"; Flensburger Tageblatt, 31.03.2006). Inzwischen hat Wolfskeil mit ehemaligen Vertrauten in Kiel eine Beratungsfirma gegründet und sieht rückblickend weiterhin nicht seine Entscheidungen als Geschäftsführer, sondern die politischen Zielsetzungen der Vertreter der Stadt Flensburg als Ursache für sein Scheitern an. Obgleich der Mann von CDU, SSW, SPD großzügige Vollmachten verliehen bekam, sieht er sich als Opfer politischer Wankelmütigkeit. Kaufleute werden, so ein Sprichwort, immer dann kreativ, wenn sie eine Rechnung nicht bezahlen wollen. 



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