Rauchzeichen

Stadtwerke-Kurswechsel ... das war die WiF

Aufsichtspflicht ernst genommen
 
Schon die Vorlage des Stadtwerke-Wirtschaftsplanes für 2009 hatte die Vertreter der WiF bei einer gewichtigen Kostenposition zu kritischen Fragen veranlaßt. In 2009 ist dann ein WiF-Vertreter WiF in die Wirtschaftspläne der Stadtwerke und ihrer Töchter eingestiegen (so wie es die Pflicht der in den Aufsichtsrat berufenen Politiker ist) und hat ergänzende Fragen gestellt sowie Unterlagen angefordert.

Bereits bestehende Zweifel bestätigten sich, und darum hat der WiF-Vertreter im Aufsichtsrat der Stadtwerke bei der Vorlage des Stadtwerke-Wirtschaftsplanes seine Zustimmung nicht gegeben, sondern massiv gefordert, dass ein von der Stadt und von den Stadtwerken unabhängiges Fachunternehmen die Stadtwerke und ihre Töchter überprüft.

Eine Zustimmung für diese Forderung war von den Vertretern der Altparteien (die teilweise schon seit vielen Jahren im Aufsichtsrat tätig waren) nur zögerlich zu erhalten, etwa nach dem Motto: "Es ist doch alles in Ordnung, eine Überprüfung wird diese Meinung auch bestätigen."

Dem war aber nicht so. Das erwähnte Fachunternehmen wurde gefunden und beauftragt. Es legte in 2010 seine Ergebnisse vor, die die Feststellungen der WiF sogar noch deutlich übertrafen. Damit war dann auch schlagartig klar, dass die in Aufsichtsrat und Gesellschafter seit Jahren eingesetzten Politiker der klassischen Parteien ihrer Aufsichts- und Kontrollpflicht nicht ausreichend gerecht geworden sind.

Arbeitsgruppen wurden gebildet, die zusammen mit den Vertretern des Fachunternehmens konkret erarbeiteten, was langfristig zu geschehen hat und was kurzfristig in die Tat umgesetzt werden muss. Und wie es bei einem solchen Umbruch meistens ist: auch personelle Entscheidungen mussten getroffen und umgesetzt werden. (Auch hier hat es etwas länger gedauert, bis sich diese Erkenntnis bei einigen Vertretern der Altparteien durchgesetzt hat).

Jetzt sind die Stadtwerke und ihre Töchter auf "neuem Kurs ". Es gibt viel aufzuholen und zu verändern. Aber die Verantwortungsträger der Stadtwerke und die in Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung tätigen Politiker unserer Stadt sind sich einig in dem gesteckten Ziel: Die Stadtwerke Flensburg müssen eine 100%ige Tochter und ein Wirtschaftsjuwel unserer Stadt bleiben. Dazu braucht es das Vertrauen aller Bürger und - wie das an den Märkten immer so ist - auch ein wenig Glück.
 
Wolfgang Schmiel, Ratsherr und finanzpolitischer Sprecher der WiF-Fraktion
 
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Wo Feuer ist und Kohle verbrennt, entsteht Rauch. Meistens wird weißer Rauch produziert, aber es gibt Ausnahmen von der Regel. 
 
Der Rauch hat sich verzogen. Aber welchen Ursprung hatte am 27.11.2007 diese ungewöhnliche Rauchwolke über Flensburg?