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Siedlungsplanung

Die Siedlungsplanung entscheidet, welche Flächen mit welcher Form von Gebäuden - Einfamilienhäuser oder Mehrgeschossbauten - geplant werden. Die Planung basiert auf Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung, die unterschiedlich beurteilt werden. In unserem Artikel "Darauf kann man nicht bauen" haben wir die offizielle Prognose zur Bevölkerungsentwicklung kritisiert. 

Die Stadt bietet eine Seite zu ihren Planungen im Bereich Wohnen; außerdem das Wohnraumversorgungskonzept.  


Gegenwärtig sind in Flensburg weniger Einfamilienhäuser und große Siedlungsflächen als vielmehr preisgünstige Wohnungen bzw. Geschosswohnungsbau gefragt. Das war nicht immer so: 

Berichte aus dem Flensburger Tageblatt / sh:z zu Siedlungsplanung/Wohnungsbau
06.12.2007: "Bald 90.000 Flensburger" ("Keine Stadt und kein Kreis in S.-H. wird nominell und relativ bis 2025 so sehr wachsen wie die Fördestadt"
03.06.2008: "5000 neue Wohnungen für Flensburg?" ("Die Planung für die regionale Wohnraumentwicklung sieht für Flensburg bis zum Jahr 2020 maximal 5110 neue Wohneinheiten vor"
10.12.2008: "Wachstum sorgt für Nachfrage an Wohnungen" (Zuwachs von 3.500 Einwohnern bis 2025 prognostiziert
24.03.2011: "94.400 Flensburger im Jahr 2025?" ("Neue Vorausberechnung seith ein noch stärkeres Wachstum als die letzte Prognose / 5780 neue Wohnungen werden benötigt / WiF hat Zweifel"
15.08.2011: "Wohnraummangel. Flensburg gehen die Studentenbuden aus("Die Studentenwelle rollt an, doch in Flensburg gibt zu wenig bezahlbaren Wohnraum. Der Bedarf an Wohnheim-Plätzen ist enorm."
31.10.2011: "Wohnungsnotstand? Stadt meint: 'Nein'" (Trotz Rekordzuwächsen an Hochschulen: Planungschef kann keinen Bedarf erkennen
10.01.2012: "Flensburg kratzt an der 90.000er Marke" ("Bevölkerungszahl steigt 2011 weiter - vor allem aufgrund des Studenten-Effekts"
16.08.2012: "Semesterbeginn. Wettstreit um Wohnungen für Studierende hat begonnen" ("Eine Wohnung in Flensburg zu finden, scheint beinahe unmöglich - zumindest für Studenten.")
26.10.2012: "Flensburg knackt die 90.000-Marke" ("Studenten bescheren der Stadt ein sattes Bevölkerungsplus"
29.11.2012: "92 Wohngebiete für die Zukunft" ("Stadtplanung stellt erstmals ein Wohnbauflächenkataster vor"
12.03.2013: "Flensburg baut zu langsam" ("Wohnraumkontingente können bei weitem nicht ausgefüllt werden"
18.04.2013: "3000 neue Wohnungen bis 2016" ("Ausschuss beschließt Leitlinien für den Wohnungsbau bis 2016 / Mehr Wohnungen als Einfamilienhäuser"
04.07.2013: "Institut warnt vor Alters-Wohnungsnot" ("Flensburg braucht 2440 altersgerechte Wohnungen bis zum Jahr 2035"
03.04.2014: "Die Sozialwohnungen werden knapp" ("Kurzfristig fallen in Flensburg 800 Sozialwohnungen aus der Mietpreisbindung"); "Weckruf"[Kommentar]
05.05.2014: "SBV sieht keinen Wohnungsmangel" ("Größter Flensburger Wohnungsanbieter hält kurzfristigen Wegfall von 800 Sozialwohnungen wegen vieler Neubauten für unproblematisch"
31.05.2014: "Flensburg profitiert von der Verstädterung" (Entwicklung erfolgt "durch urbanen Umbau und durch Konversion"
22.05.2015: "IG Bau: Flensburg braucht 1530 neue Wohnungen bis 2020" ("Mangel an altersgerechten Wohnungen, Angebot bei Sozialwohnungen viel zu knapp"
04.06.2015: "Wohnraum-Kontingente. Stadt-Umland-Frieden vor dem Ende" (Gemeinden drohen mit Ausstieg aus Kooperationsvertrag; Streit um 3600 freie Kontingente
18.06.2015: "Bau-Boom: Stadt drückt aufs Tempo" ("Bis Anfang der 2020er Jahre sollen 5000 zusätzliche Wohnungen in Flensburg entstehen, am liebsten citynah und in Baulücken"
22.06.2015: "Gewoba Nord drängt nach Flensburg" ("Schleswiger Genossenschaft entwickelt nicht nur mehrere Neubauprojekte wie den Skolehaven, sondern investiert zunehmend in Altbauprojekte"
27.08.2015: "Die Wohnungsnot der Studenten" (Mangel an Quartieren vor dem Semesterstart
16.09.2015: "Der Markt kann es nicht richten" (Zur Versorgungslücke im sozialen Wohnungsbau; Junge Welt
24.10.2015: "Wohnungsmarkt: Der Druck wächst" (Laut SBV fehlen in FL 1.000 Wohnungen
23.11.2015: "Stadt braucht 6.000 neue Wohnungen" ("Ratsfraktion der Linken bringt Gründung einer neuen kommunalen Wohnungsbaugesellschaft in die Diskussion"
27.11.2015: "Mietwohnungen statt Eigenheime"("Stadt ändert Planungen für einen Teil von Tarup-Südost und will so die Zahl der Wohneinheiten fast verdoppeln / Einkaufszentrum in Reichweite"
16.02.2016: "Wohnen mit Blick auf die Bergmühle" (Drosselweg: "Mehrfamilienhäuser mit rund 40 Wohnungen bauen"
15.08.2016: "Flensburg braucht fast 6.000 neue Wohnungen" (Landesregierung prognostiziert für Flensburg Wohnungsbedarf von 5.740 Wohnungen für den Zeitraum 2015 bis 2030
22.08.2016: "Spitzenpreise für neue Wohnungen" ("Grundstücksmarktbericht 2015 soll für Transparenz im Dickicht der Immobiliengeschäfte sorgen"; Gesamtumsatz 2015 bei 341,7 Millionen Euro"
24.10.2016: "Abschied vom Einfamilienhaus" ("Stadt forciert den Bau von Sozialwohnungen / In Tarup entstehen 270 kleinere Einheiten an Stelle von 90 Wohnhäusern für Familien"
07.01.2017: "Wohnungsbau: Lübeck als Vorbild für Flensburg?" ("Hansestadt bietet Bauland günstig an, wenn viele Sozialwohnungen gekauft werden"
28.03.2017: "Der 170-Millionen-Euro-Plan" ("Selbsthilfebauverein will bis 2012 insgesamt 660 neue Wohnungen bauen"


Verfehlte Planung
Zum Artikel „Mietwohnungen statt Eigenheime“; Flensburger Tageblatt, 27.11.2015) 
Flensburgs Stadtplanung beginnt, ihre Fehler zu korrigieren? Wirft man einen Blick auf die „Kehrtwende“ der Wohnungspolitik in Tarup-Südost, so zeigt sich: In Flensburg werden Wohnsiedlungen ohne ÖPNV-Anbindung, ohne soziale Durchmischung, ohne Nahversorgung und ohne entsprechende Freizeitangebote (beispielsweise Sportvereine) geplant. In der Folge entstehen unnötige PKW-Verkehre zu den Nahversorgern anderer Stadtteile, schließen Sportvereine wie der VfB Nordmark, fehlen rentable Buslinien und finden soziale Separationen statt. Und im Prinzip gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder plante die Stadtplanung bewusst Einfamilienhaussiedlungen für Bessergestellte, die nur PKW fahren und mit dem Rest der Stadt möglichst nichts zu tun haben sollen, oder aber es fehlt ihr an entscheidender Kompetenz. Ordentliche Stadtplanung jedenfalls würde Gesetze wie das ÖPNV-Gesetz beachten und bereits bei der Planung eines Siedlungsringes mit den Busbetreibern zusammenarbeiten. Sie würde Aspekte der Nahversorgung, der Freizeitangebote und eine Mischung verschiedener Wohnformen von vornherein mitplanen und alles in einem Gesamtkonzept darstellen. Genau das aber macht die Stadtplanung in Flensburg nicht. Da sie keine Gesamtplanung veröffentlicht, folgt auf ihre anfängliche Flexibilität unausweichlich das ärgerliche Nachbessern der Planungsdefizite, z.B. bei der Osttangente/Hesttoft oder auch K8/Tarup-Südost. (Leserbrief von Dr. Christian Dewanger, erschienen im Flensburger Tageblatt am 15.12.2015) 




Gelegentlich wurde auch dramatisiert, es gäbe nicht genügend Baugrundstücke: "Alarm: Nur noch zwei Baugrundstücke"(Flensburger Tageblatt, 09.02.2011) 

Tatsächlich gibt es zahlreiche Flächen in der Stadt: Solche, die markiert sind, und solche, die nicht markiert sind. So sorgen z. B. nicht markierte Flächen um Tarup dafür, dass der Stadtteil im Südosten weiter eine Insellage hat. 


Flächen zur Siedlungsentwicklung: 

In Flensburg besteht ein "Puzzle der Bauflächen"(Flensburger Tageblatt, 28.02.2011). 


Die WiF-Fraktion will die Priorisierung bestimmter Flächen nachzuvollziehen und auch herauszufinden, warum bestimmte Flächen gar nicht in Erwägung gezogen werden, etwa wenn sie als "Frischluftsschneisen" deklariert werden.