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Hundefreilauf

Das Zusammenleben mit Hunden in Mürwik machte Schlagzeilen, weil es in dem Stadtteil an Flächen für den Freilauf von Hunden fehlte. Statt Umgangsformen eines vernünftigen und verantwortungsvollen Miteinanders zu entwickeln, setzte es Strafen, genauer Bußgelder in Höhe von 58 Euro, wenn der Leinenzwang im Gehölz des Twedter Feld nicht eingehalten wurde.("267 Hundehalter wollen mehr Auslauf"; Flensburger Tageblatt, 18.02.2012) Die Fraktionen von WiF und Grünen beantragten daher für den Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung (SUPA) am 29.05.2012, "im Stadtgebiet in möglichst allen Stadtteilen Flächen auszuweisen, auf denen es erlaubt ist, Hunde frei laufen zu lassen (toben, spielen). Zu priorisieren sind dabei Stadtteile, in denen noch gar keine Freilaufflächen für Hunde vorhanden sind. Die Flächen sollten bis zu 0,5 ha groß sein und möglichst zweimal im Jahr gemäht werden."(Vorlage SUPA-45/2012) Nötig sind die Freilaufflächen, "um weitere Konflikte zwischen Hundehaltern, Spaziergängern und Ordnungsbehörden zu vermeiden und den Tieren die Möglichkeit zu geben, unangeleint laufen zu können."(a.a.O.) 

  Hundebegegnungen 

Dass eine Bereitstellung von Flächen eine notwendige Grenzziehung wäre, zeigte einen Monat nach der Beratung im SUPA ein Unfall am Campus, bei dem am 28.06.2012 ein Schwan von einem Hund getötet wurde, da die Anleinpflicht missachtet worden war.("Nicht angeleint: Hund beißt Schwan tot"; Flensburger Tageblatt, 30.06.2012) Erhöhte Aufmerksamkeit des Halters hätten das Unglück verhindern können, und die Ausweisung von Freilaufflächen hätte vorbeugend wirken können. Die Hochschule erklärte angesichts des Vorfalls, der Campus stehe nicht als Freilauffläche für Hunde zur Verfügung.("Freiflächen für Hunde sollen ausgeweitet werden"; Flensburger Tageblatt, 07.07.2012) Die gesetzliche Anleinpflicht gilt tatsächlich in fast ganz Flensburg, also auch auf dem Campus: "Ohne Leine dürfen die Vierbeiner lediglich und ausschließlich an folgenden Orten toben und spielen: In der Marienhölzung östlich der Westtangente, im südlichen Bereich des Volksparks, am Hundesstrand des Ostseebades sowie im Hundewald Glücksburg. In Solitüde ist der Hundefreilauf vom 15. September bis 16. Juni erlaubt."(a.a.O.)  

Anhand der Verwaltungsvorlage SUPA-95/2012 wurde im SUPA am 11.12.2012 diskutiert. Als vorhanden wurden fünf bzw. sechs Freilaufflächen festgestellt, denkbar sei aber die Einrichtung von neun Flächen im Stadtgebiet. Konfliktlinien sah die Verwaltung noch in der Nutzung des Strandes in Solitüde.("Verbissene Diskussion um Flächen für Hunde"; Flensburger Tageblatt, 13.02.2012) Aber schon die Sitzung des SUPA am 22.01.2013 brachte Ernüchterung: Die Zahl der offiziellen Freilaufflächen sollte nun auf die fünf größten beschränkt werden, und die Hunde sollten den rechten (östlichen) Abschnitt des Strandes in Solitüde auch im Winterhalbjahr nicht nutzen dürfen.("Hunde brauchen keine Zäune"; Flensburger Tageblatt, 24.01.2013) Die Hundehalter waren entsprechend enttäuscht und organisierten kurzerhand eine Versammlung, die am 07.02.2013 in den Delfter Stuben stattfand. Dabei verständigte man sich als "Interessengemeinschaft Hundefreilauf Solitüder Strand" auf die übergeordnete Gesetzeslage und formierte Forderungen mittels Unterschriften.("Hundehalter gegen Strandsperrung"; Flensburger Tageblatt, 09.02.2013) 

  Hundefreilaufregelung in Solitüde 

Die Interessengemeinschaft schrieb noch am 07.02.2013 an die Ratsfraktionen: 

1. Die Beschlussvorlage SUPA-4/2013 des [SUPA] sieht vor, "dass die saisonale Nutzung als Freilauffläche für Hunde zugunsten der anderen Nutzer eingestellt werden soll". 
2. Im Teil 4. - Solitüde Wald - wird festgelegt, dass dieser Wald "u.a. als Ersatz für die Strandfläche - Aufhebung der saisonalen Befreiung für die Strandfläche Solitüde, aufgrund von Konflikten mit anderen Nutzungen in diesem Bereich" gelten soll. 
Wir protestieren gegen die o.g. Absichten (siehe beiliegende [ca. 120] Unterschriften)! 
Wir fordern die saisonale Nutzung (01.10. bis 31.03.) des Solitüder Strandes - und somit das Mitführen von Hunden in diesem Bereich - gemäß § 41 [§ 32] Satz 2 LNatSchG "Gemeingebrauch am Meeresstrand" bzw. § 59 Abs. 2 Satz 2 BNatSchG.
Außerdem nehmen wir Bezug auf die Mitteilung von Herrn Christian Hagge an Herrn Bernd Volquardsen vom 31. Januar d.J. zu diesem Thema (Anlage).
Ebenfalls protestieren wir gegen den geplanten Hundefreilauf im Solitüder Wald. 
Dieses Gebiet ist nach unserer Auffassung als Freilauffläche für Hunde nicht geeignet bzw. nur mit erheblichem finanziellen Aufwand als solcher herzurichten. Ohne Errichtung einer Umzäunung sehen wir eine erhebliche Gefährdung spielender Hunde durch den Straßenverkehr (befahrene Straßen an allen Seiten des Geländes!). Auch verhindert der dichte Bewuchs mit Dornengestrüpp und jungen Gehölzen das beabsichtigte "frei Laufen, Spielen und Toben". 
Wir schlagen hier die sorgfältige Suche nach einer geeigneteren Ersatzfläche vor. 
Nachsatz: Auch Hundehalter sind Wähler! 
Anlage 
1. Argumente für die saisonale Nutzung
2. zusätzliche Forderungen
3. Unterschriftslisten
4. Protest der Anwohner Solitüder Straße gegen den Hundefreilauf Solitüder Wald
5. e-mail Christian Hagge vom 31.01.2013
6. Zeitungsartikel wegen Freilaufflächen für Hunde


Die Stadt bietet inzwischen auch eine Seite zum Hundefreilauf
Die offizielle Darstellung der Hundefreilaufflächen in Flensburg: 

 Hundefreilaufflächen in FL: Bestand und Entwicklung        (c) Stadt FL


In der Diskussion im SUPA am 05.03.2013 folgte die Verwaltung zwar den übergeordneten Vorgaben des Landes- und Bundesnaturschutzgesetzes, erwog aber auch, den Kinderspielplatz bis an die Wasserkante auszudehnen, um den Hundefreilauf rechtlich zurückzudrängen. Außerdem waren aus ehemals neun erwogenen Flächen erst fünf geworden, von denen schließlich nur noch drei übrig blieben.("Freilaufflächen. Dreimal Freiheit für Hunde"; Flensburger Tageblatt, 07.03.013) Ein vernünftiges und verantwortungsvolles Miteinander sähe anders aus, zumal Konflikte mit der Nutzung des Spielplatzes in Solitüde bisher nicht registriert worden sind.(a.a.O.) 

Für die Ausweisung von Hundefreilaufflächen in allen Stadtteilen plädierte WiF-Ratsherr Hubert Ambrosius. Die Vorzüge der Flächen liegen darin, dass Hunde auf den Freilaufflächen überschüssige Energie abbauen können. Dies ist nicht nur gesundheitsfördernd für das Tier, sondern durch den Freilauf sind sie weniger aggressiv und zeigen ein ausgeglichenes Verhalten. Die Ausgeglichenheit beugt den meisten Konflikten zwischen Hundehaltern und Passanten vor. Zunächst sind nur drei offizielle Flächen zusätzlich genehmigt, es sollen aber weitere in fußläufiger Entfernung folgen. Dies wäre insbesondere deshalb wichtig, weil der Hund für viele Menschen ein Sozialpartner ist. 


Presseartikel im Flensburger Tageblatt / sh:z zu Hundefreilaufflächen


Weil die Diskussion nur einen Bruchteil der Aspekte der Hundehaltung und des Umgangs von Menschen mit Tieren abbildete, publizieren wir Stimmen von Bürgern, die uns erreichten.

Auszüge aus Briefen von Bürgerinnen und Bürgern an die Stadt zur Diskussion um die Freilaufflächen für Hunde: 

„Unser Mischlings-Hund ist vom Charakter ein Hütehund und braucht damit viel Bewegung – ohne Leine! Wie die meisten Hunde, die wirklich in Solitüde "wohnen", ist er ein ausgesprochen freundliches Wesen. Zu dieser Freundlichkeit kann auch zählen, dass er bellt und hüpft, wenn ein Kind laut herumtollt. (...) 
Hundebesitzer, wie wir sie in Solitüde kennen, nehmen den Hund zurück, wenn er laut wird, vermitteln ihm und der Umgebung schnellstmöglich Sicherheit und erlauben dann ein "Beschnuppern". Gerade Kinder möchten, wenn man sie lässt, zu gern das Wesen Hund kennenlernen und anfassen. Warum also Ängste schüren? Und warum alle Hunde bestrafen für die Herrchen, die ihren Dreck liegen lassen? (...) 
Am Strand selbst hingegen sind nur zu Badezeiten Kinder anzutreffen, da ist der Strand sowieso für Hunde verboten (zu Recht!). Die zwei oder drei Kinder, die gleichzeitig an Wochentagen bei kühlem und / oder nassem Wetter am Strand aufkreuzen, bleiben zu 95% auf dem Spielplatz. Die meiste Zeit des  Jahres sind Hundebesitzer am Strand allein. (Wir sind in der "Hundesaison" täglich da ...) Wen stören die Hunde dann? Und warum soll uns der Hochgenuss an Wellen und Wasser verwehrt werden? (...) 
Abfalleimer für Kot stehen reichlich bereit, wobei gut erzogene Hunde auch ein Schamgefühl haben und keinen Wert darauf legen, ihr Geschäft vor aller Augen zu erledigen, sondern dafür eher nicht einsehbare Abschnitte des Spaziergangs wählen.
Es fragt sich, worum es in der Debatte um Freilaufflächen eigentlich geht. Geht es nicht eigentlich um ein gutes soziales Miteinander und darum, dass sich einige Hundebesitzer (leider!) dafür nicht interessieren? Genauso wenig, wie Verkehrsteilnehmern das Auto- oder Fahrradfahren verboten wird, weil es Rüpel gibt, sollten Tierhalter allgemein bestraft werden.
Wo es in Freundlichkeit möglich ist, sprechen wir Menschen an, die unachtsam sind. Meistens ist ihnen ihr Verhalten gar nicht bewusst und sie haben sofort Verständnis. Reden wir mehr miteinander. Achten wir aufeinander.(...)“ 
 (Ehepaar L. aus Mürwik) 

„Wie es aussieht, soll das Teilstück in Solitüde ganz gestrichen werden. Wo sollen die Hunde denn dann mal ins Wasser dürfen? Man könnte doch mit ein wenig "good will" alles so belassen. Der Hundestrand in Solitüde ist ja ohnehin nicht sehr groß.
Warum müssen die vorgesehenen Flächen gemäht werden? Wenn Hunde dort das ganze Jahr hindurch spielen, wird das Gras automatisch nicht sehr hoch. Und Zäune müssen auch nicht überall gezogen werden. Ein verantwortungsbewusster Hundehalter hält seinen Hund auch beim Spielen unter Aufsicht. 
Es wäre doch mit gutem Willen und entsprechendem Einsatz auch sicherlich möglich, z. B. im Rahmen einer Sonderregelung o. ä., eine kleine Wiese im Naturschutzgebiet Twedter Feld freizugeben. Ich denke hier speziell an die kleine Wiese westlich des kleinen Birkenwäldchens im Norden des neu hergerichteten Teilstückes.(...)“
 (Frau B. aus Mürwik) 

„Mit Interesse verfolge ich aus Hannover wie schwer sich Flensburg mit den Hundefreilaufflächen tut. In anderen Städten oder Ländern ist dies kein Problem und wurde schon lange zur Zufriedenheit aller gelöst. (...)
Natürlich kann diese Fläche [in Solitüde] nicht während der Bade-Saison genutzt werden, aber dass erwarten die Hundebesitzer wohl auch nicht. Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass es auf dieser Fläche zu Konflikten mit Nicht-Hunde-Besitzern gekommen ist, denn dort befinden sich keine Spielgeräte für Kinder. Wenn ich mich in meiner Heimatstadt (übrigens mit einem Hund) bewege, so befinden sich auf dieser Fläche lediglich Hunde-Besitzer und Menschen mit Hund und Kind, die es genießen, ihre Freizeit mit der Familie (und dazu gehört auch der Vierbeiner) draußen zu verbringen. Auch Menschen ohne Hund haben dort immer betont, wie schön es anzusehen ist, wenn die Hunde zusammen oder zusammen mit den Kindern spielen. (...) 
Vielleicht sollte man einfach mal eine repräsentative Umfrage starten, um festzustellen, ob die Hunde wirklich stören oder es sich nur um gestörte Einzelpersonen handelt, die einen Sturm im Wasserglas verursachen. (...) 
Oft, wenn sich Hunde dort auf dem Spielplatz aufhalten, sind es die Hunde der Familien mit Kind, deren Kinder auf dem Spielplatz toben. Eine Familie hat dann ein kleines Problem. Das Kind möchte auf den Spielplatz und der Hund soll nicht in die Nähe des Spielplatzes, da durchaus bei Nicht-Hundebesitzern ein hysterisches Potential vorhanden ist, wenn sie einen Hund auf dem Spielplatz sehen. Wo sollen jetzt die armen Familien hin? Sollen sie zwei Spaziergänge machen? Mal mit Kind zum Spielplatz und mal mit Hund ohne Nähe zum Spielplatz.(...) 
Ich kenne den Wald in Solitüde nur als einen Wald mit extrem viel Unterholz. Wie sollen da die Hunde laufen? (...) In Zeiten der leeren Kassen bin ich doch relativ gespannt, wie man erklären will, dass ein Waldstück hergerichtet werden muss, wenn unten am Strand freie Flächen zur Verfügung stehen, die im Winter nicht genutzt werden."
 (Frau L. aus Hannover) 

„die Vorschläge der Verwaltung für die Ausweisung von Hundefreilaufflächen für den Bereich Mürwik sind sehr unbefriedigend. Kauslundlücke liegt zwischen zwei Neubaugebieten und einem Kinderspielplatz. Ärger mit den Anwohnern ist vorprogrammiert.
Die angedachte und von wem auch immer vorgeschlagene ganzjährige Sperrung von Solitüde für Hunde mit und ohne Leine ist gelinde gesagt eine Frechheit und nicht zu akzeptieren. Der ganzjährige "Hundestrand" westlich davon ist ein Witz und einer Stadt wie Flensburg nicht würdig. Wir kennen Solitüde in den freigegebenen Zeiten seit über 20 Jahren - so lange sind wir Hundehalter und brave Hundesteuerzahler. Wir haben noch nie Konflikte zwischen Hundehaltern, Hunden und Kindern erlebt. Auf dem angrenzenden Spielplätzen ab und zu anzutreffende Hunde gehören zu den Familien, die dort mit ihren Kindern spielen. Solitüde muss bleiben!!! Der vorgesehene Ersatz für Solitüde - das Waldstück gegenüber dem Italiener - ist im derzeitigen Zustand absolut unzumutbar, Hals- und Beinbruch vorhersehbar.
Warum können oder wollen die Verwaltung und einige Politiker der Stadt FL nicht mal über ihren Schatten und den NABU springen und ein Stück einer Koppel gegenüber dem Reitstall als "Hundetummelplatz" freigeben? Das wäre nahe an den Wohngebieten - von der Osterallee über Kiefernweg bis Twedter Feld - und auch für ältere Menschen ohne Auto zu erreichen. Damit wäre vielen hier in Mürwik geholfen.“
 (Ehepaar M aus Mürwik) 

„Wir zahlen 132 € in Hundesteuer, und was bekommen wir? Nichts, es wird immer weniger Freilauffläche und man hat versucht, am Twedter Feld ein "Naturgebiet" zu machen mit Aussichtsplattform und Zaun, es sieht hässlich aus, eine Geldverschwendung!!
Nordwestlich von Zaun wäre ein guter Platz für die Hunde zum spielen, wir wollen mehr Hundefreilauf und nicht weniger!“ 
 (Ehepaar N. aus Mürwik)




Einige Informationen zur Hundesteuer 
Kommunen erhöhen Steuern auf Druck des Landes

Auch wenn die Entwicklung der Hundesteuer getrennt von der Ausweisung von Hundefreilaufflächen zu beurteilen ist, sei an die Entwicklung der Steuern erinnert. Das Kieler Innenministerium gibt den Kommunen "Empfehlungen", in welchen Bereichen Steuereinnahmen zu erzielen sind. Die Folgen der Empfehlungen sind in Schleswig-Holstein an einer breiten Spur von Erhöhungen der kommunal erhobenen Hundesteuer erkennbar (Presseartikel sh:z): 
22.03.2013: Elmshorn 
09.02.2013: Breitenburg
12.01.2013: Ladelund 
15.12.2012: Büdelsdorf 
07.12.2012: Neumünster 
27.11.2012: Neumünster 
07.11.2012: Schleswig 
27.10.2012: Friedrichstadt 
17.10.2012: Schleswig 
20.08.2012: Itzehoe 
18.07.2012: Itzehoe 
03.07.2012: Lüneburg (EU-Klage) 
24.06.2012: Husum 
06.05.2012: Landtagswahl mit Regierungswechsel 
11.04.2012: Tarp 
02.03.2012: Lübeck 
16.02.2012: Kiel ("Im ganzen Land drehen die Gemeinden an der Steuerschraube, um bis zu 800% wurde sie in den vergangenen Jahren erhöht - so geschehen in Ecklak (Kreis Steinburg), wo die Abgabe von zwölf auf 100 Euro gestiegen ist.")
21.12.2011: Brodersby 
01.12.2011: Handewitt 
25.10.2011: Kappeln 
06.10.2011: Barmstedt 
19.09.2011: Osterhorn 
14.07.2011: Großenwiehe 
24.06.2011: Neumünster 
13.10.2010: Kellinghusen 
20.01.2009: Tremsbüttel 
16.01.2009: Flensburg 

Die Hundesteuer wurde vom Feudalherrscher erstmals 1810 in Preußen eingeführt: "Steuer - weil Hunde Luxus sind?"; Norddeutsche Rundschau, 18.07.2012. 

"Gut 3.000 Hunde gibt es in Flensburg - laut Hundesteuer-Statistik."("Verbissene Diskussion um Flächen für Hunde"; Flensburger Tageblatt, 13.02.2012) 3.100 gemeldete Hunde waren es drei Jahre zuvor.("Flensburg bittet seine Hundeliebhaber zur Kasse"; Flensburger Tageblatt, 16.01.2009) Insgesamt hoffte die Stadt auf 300.00 Euro jährlich.("Hundesteuer: Stadt erwartet 300.000 Euro"; Flensburger Tageblatt, 02.11.2009) 


Zur Entwicklung der Hundesteuer in Flensburg 

27.09.2007, Finanzausschuss: Das Innenministerium gibt "Hinweise zur Ausschöpfung von Einnahmemöglichkeiten". Künftig werde erforderlich sein, "die Hundesteuer von 80 € ab 2009 auf 90 € anzuheben, um weiterhin einen Anspruch auf eine Fehlbetragszuweisung zu haben."

26.05.2008, Mitteilungsvorlage FA-14/2008: "Der Innenminister fordert seit Jahren im Rahmen der Haushaltsgenehmigung eine Anhebung der Hebesätze bei den Realsteuern. Gleichzeitig muss die Stadt Flensburg zur Erzielung einer Fehlbetragszuweisung gegenüber dem Innenministerium nachzuweisen, dass die Hundesteuer eine bestimmte Mindestgrenze erreicht. Mit dem derzeitigen Steuersatz von 78 € pro Hund sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt." 
30.06.2008, Vorlage FA-23/2008: "Die Hundesteuer ist zum Haushalt 2009 von 78 € auf mindestens 90 € pro Hund nach dem Runderlass des Innenministeriums vom 1401.2008 zur Haushaltskonsolidierung anzupassen, um die Voraussetzung zum Bezug von Fehlbetragszuweisungen zu erhalten. Die Anhebung wird von der Verwaltung für den Herbst vorbereitet." 
10.10.2008, Vorlage RV-130/2008: Anhebung Hundesteuer ab 01.01.2009 und Satzungsänderung; Beträge von bisher 78 € (1. Hund), 156 € (2. Hund), 186 € (für jeden weiteren Hund), 420 € (gefährliche Hunde), sollen "durch 4 oder 12 teilbar sein" und gemäß Städtevergleich Kiel und Lübeck geändert werden auf: 102 € (1. Hund), 550 € (gefährliche Hunde). 
30.10.2008, Finanzausschuss: Vorlage RV-130/2008 wird einstimmig beschlossen. 
06.11.2008, RatsversammlungVorlage RV-130/2008 wird mit 2 Ergänzungen beschlossen. Anhebungen ab 01.01.2009 auf 102 € (1. Hund), 168 € (2. Hund), 186 € (für jeden weiteren Hund), 600 € (gefährliche Hunde), jeweils gemäß Einschränkung durch SGB II oder XII. 


26.10.2012, Vorlage RV-121/2012: Im Rahmen der "Konsolidierungshilfe des Landes Schleswig-Holstein" würde folgende Anhebung erforderlich werden: von bisher 102 € (1. Hund) auf 110 € ab 2013 und 120 € ab 2015. 
21.11.2012, Vorlage RV-143/2012: Im Rahmen des erweiterten Konsolidierungskonzeptes soll die Steuer ab 2013 angehoben werden von bisher 102 € auf 132 € (1. Hund), 168 € auf 180 € (2. Hund) und 180 € auf 210 € (3. Hund). 
29.11.2012, Finanzausschuss: Vorlage RV-143/2012 wird einmütig beschlossen. 
06.12.2012, RatsversammlungVorlage RV-143/2012 wird mehrheitlich beschlossen (16/5/10). Anhebungen ab 01.01.2013 auf 132 € (1. Hund), 180 € (2. Hund) und 210 € (3. Hund).