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Sandberg

Am Sandberg wurden in 2012 zwei Bauvorhaben beschlossen: Am Grundstück Sandberg 13 und an der Kanzleistraße oberhalb des Munketoft und nahe des Campus


Presseartikel aus dem Flensburger Tageblatt / sh:zum Sandbergviertel (und nicht nur zur Bebauung): 
07.03.2011: Drei Investoren wollen Kolonie 68a 
06.08.2011: Graben für den potentiellen Nachbarn (Geschichte Sandberg-Viertel)
22.12.2011: Sieben Etagen: FAB will hoch hinaus 
29.03.2012: 
Neues Wohnen auf der Hangkrone (5 Häuser mit insgesamt 165 Wohnungen
23.04.2012: Anlieger-Ärger über FAB-Blocks ("Nachbarn kritisieren Planungen für sechsgeschossige Wohnhäuser an der Kanzleistraße"
27.04.2012: Ein Stockwerk weniger (das nördlichste der 5 geplanten Häuser soll nur noch ein statt zwei Staffelgeschosse aufweisen
03.05.2012: FAB baut 44 Wohnungen. Kleines Wohnen auf dem Sandberg 
03.01.2013: FAB. 160 neue Wohnungen für den Sandberg 
16.08.2013: Bauverein startet Großprojekt ("Grundsteinlegung"
17.08.2013: Kanzleistraße. Das Tor zum Campus ("Campusweg") [Kommentar
31.05.2014: Bau-Boom auf dem Sandberg 
26.06.2014: Arbeiter-Bauverein meldet bestes Jahr seiner Geschichte (4% Dividende für 3470 Genossen)
26.06.2015: 23 Millionen für den Sandberg - FAB baut und wächst weiter (4% Dividende für 3519 Genossen
24.06.2016: FAB: Höchster Gewinn aller Zeiten (4% Dividende für 3594 Genossen; Bilanzsumme um 7% gestiegen auf 80,2 Mio. Euro
27.10.2016: Wachstum am Sandberg: Neubau mit Stadtblick (Früherer Kindergarten, jetzt Wohnhaus, soll vierstöckigem Neubau weichen
15.12.2016: Wer hat Angst vor teurem Pflaster? (SUPA beschließt, gegen den Willen der Bürgeranhörung, die Schreiberstraße mit Natursteinen zu pflastern) [siehe: SUPA-70/2016, 1. Ergänzung; RV-152/2016
16.12.2016: Durch den Kreisel zum Campus (Kreisel Munketoft/Kanzleistr. - Umsetzung eines Vorschlags, den die WiF der Verwaltung 2013 vorgetragen hatte
12.01.2017: Ratsversammlung der Stadt Flensburg: Debatte zu RV-152/2016 (Rat 12.01.2017 und SUPA 10.01.2017)
21.01.2017: Eine Frage des Belags - Wann kommen die Pflastersteine? ("Gebrauchte Natursteine auf dem Sandberg - Wer zahlt am Ende drauf?"
19.06.2017: Neues Wohnen am unteren Sandberg (4% Dividende für 3614 Genossen; Bilanzsumme um 5,5% gestiegen auf 84,6 Mio. Euro
11.07.2017: Kampf gegen die Zwangspflasterung ("Linksfraktion will erst einen Mobilitätsplan und dann über Straßenpflaster reden"
13.07.2017: Pflasterkrach: OB für zweite Beteiligungsrunde 
11.09.2017: Langer Streit ums Kopfsteinpflaster ("Der Planungsausschuss diskutiert erneut Natursteinpflaster – in den aktuell betroffenen Straßen auf dem Sandberg finden sich keine Fürsprecher"
16.09.2017: Debatte über die Zwangspflasterung ("Planungsausschuss entscheidet über weitere Runde der Bürgerbeteiligung")
19.10.2017: Zugang in eine versunkene Welt ("Die Johannistreppe führt mit 69 Stufen vom Sandberg in das Viertel 'Achter de Möhl'"


Berichterstattung zum Vertragsabschluss und zur Gestaltung
"Der Flensburger Arbeiter-Bauverein (FAB) will im Bereich Sandberg für über 22 Millionen Euro neue Wohnungen bauen. An der Kanzleistraße sollen in Campus-Nähe 140 Wohneinheiten in fünf Häusern und an der Straße Sandberg in der Nähe des Hafermarktes gut 50 Wohnungen in zwei weiteren Häusern errichtet werden. Mit seiner Unterschrift genehmigte Oberbürgermeister Simon Faber gestern [21.12.2011] die Kaufverträge über die beiden Grundstücke, die der FAB von der Stadt erwirbt.(...)
Das Doppel-Projekt Kanzleistraße / Sandberg ist Teil des geordneten Wachstums der Stadt und folgt der gestiegenen Nachfrage nach innenstadtnahem bezahlbaren Wohnraum. Während die Wohnungen in Hafermarkt-Nähe nur 40 bis 70 Quadratmeter groß sein werden, plant der FAB an der Kanzleistraße Größen von 50 bis 100 Quadratmeter auf einem Gelände von eineinhalb Hektar. Derzeit fehlen Wohnungen in den Segmenten für Studenten, Senioren und Familien, erläuterte FAB-Vorstand Michael Kohnagel. Man hoffe, im Sommer 2012 mit dem Bau beginnen zu können, so dass die ersten Mieter zu einer Nettokaltmiete von 7 bis 7,50 Euro ein Jahr später einziehen und den Blick über die südliche Altstadt genießen können. Der FAB bewirtschaftet im Sandberg-Viertel schon heute 450 Wohnungen, darunter 350 eigene. "Wir kehren damit in unsere Kinderstube zurück", freute sich Braun. Hier hatte die junge Genossenschaft 1905 Stifthäuser errichtet.
Die Häuser werden in Ost-West-Ausrichtung gebaut, erläuterte Dücker, so dass alle Wohnungen über ein Schlafzimmer zur Ost- und ein Wohnzimmer zur Westseite verfügen. Die kleineren Wohnungen in Hafermarkt-Nähe werden variable Grundrisse erhalten. Für die beiden Häuser an der Straße Sandberg liegt allerdings noch keine Zeitplanung vor."("Sieben Etagen: FAB will hoch hinaus"; Flensburger Tageblatt, 22.12.2011)




Bauvorhaben Kanzleistraße
Wohnungen Kanzleistraße/Munketoft

140 Wohneinheiten in fünf Häusern, Wohnungsgrößen von 50 bis 100 qm, Nettokaltmieten 7,00 bis 7,50 Euro/qm (F.T., 22.12.2011) 
165 Wohneinheiten in fünf Häusern (4x 4 + 1x 7 Geschosse) gemäß Vorlage SUPA-23/2012 (12.03.2012; Baugrenzen; Ansichten der Gebäude)  

Bebauung Kanzleistraße: Blickrichtung Nord aus dem Munketoft                                     (c) a+p


Bebauung Kanzleistraße: Blickrichtung Nordwest vom FH-Campus                                  (c) a+p


Das Bauvorhaben an der Kanzleistraße soll auf dem Gelände der ehemaligen Kleingartenkolonie 68A realisiert werden. Auf jenem Grundstück würde fortgesetzt, was sich von Jürgensby bis zum Sandberg erstreckt: die Bebauung der Fördehänge. Das Projekt wurde weitgehend begrüsst, aber es gab auch Einwände, z. B. gegen die Höhe der Gebäude gegenüber der Ostseite der Kanzleistraße sowie zur Verkehrssituation. 

Die Vorlage SUPA-23/2012 enthielt eine Problemstellung, mit der sich der Ausschuss befasste: 
"Das Vorhaben entspricht in einigen Punkten nicht dem Bebauungsplan:
- Überschreitungen der Baugrenzen bei den Häusern 1+3,
- Abweichungen von der Baulinie bei den Häusern 1–4,
- Überschreitungen der Geschossigkeit um ein Geschoss bei den Häusern 1–5,
- Ausweitung der Stellplatzanlage über die gekennzeichneten Flächen hinaus,
- Bäume, die zur Gliederung der Stellplatzanlage festgesetzt sind, werden auf dem restlichen Grundstück nachgewiesen." 

Der Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung (SUPA) widmete dem Bauvorhaben zwei Sitzungen. Der SUPA am 27.03.2012 beriet in 1. Lesung. Im Anschluss daran gab es Einwendungen von Anwohnern, auch unter Bezugnahme auf den B-Plan 144 (B-Plan 144, Begründung). Im SUPA am 24.04.2012 wurde in 2. Lesung beraten und sich darauf verständigt, "dass das nördlichste Gebäude um ein Staffelgeschoss reduziert und die Bauvoranfrage dementsprechend geändert wird", ehe der Ausschuss dem Projekt mehrheitlich zustimmte.(SUPA, 24.04.2012)


Die Verkehrssituation war ebenfalls Bestandteil von Einwendungen auch der WiF-Fraktion, da neue Wohnungen auch zusätzlichen Straßenverkehr nach sich ziehen. Die nur schmal ausgelegte südliche Kanzleistraße vollzieht einen leichten Linksknick, ehe sie bei der Einmündung der Thomas-Fincke-Straße rechtwinklig nach rechts abknickt und nach weniger als 100 Metern in einer unübersichtlichen Kreuzung in den Munketoft einmündet. Die Kreuzungsbereiche Kanzleistraße/Munketoft und Kanzleistraße/Thomas-Fincke-Straße enthalten drei Bushaltestellen und sind Durchgangsweg für drei Buslinien sowie alle Verkehre, die zum Campusbad und zum Audimax wollen. Die Straße ist außerdem der südliche Versorgungsweg des Stadtviertels am Sandberg. 

   Kreuzungsbereich Kanzleistraße / Munketoft                 (c) Microsoft

  Bushaltestellen vis-à-vis                                                         Anfahrt Kreuzung Kanzleistraße / Munketoft
    
  Einfahrt zum Sandberg und zum Campus                              Perspektive Linksabbieger Ausgang Kanzleistraße


Den Kreuzungsbereich passieren Gelenkbusse. Gelegentlich staut sich der Verkehr im Bereich der gegenüberliegenden Haltestellen. Der Bürgersteig ist nur einseitig ausgeführt. Der Kreuzungsbereich ist der Zugang zu den Parkplätzen der Fachhochschule, des Audimax und des Campusbades. Linksabbieger aus der Kanzleistraße übersehen hoffentlich nicht den Verkehr im Munketoft. Die WiF-Fraktion hatte die Hochschulen im Mai 2011 über die Bauplanung in Kenntnis gesetzt hat, die aber auf die Stadtplanung verwiesen. Eine Anfrage an den Planungsbereich der Stadtverwaltung ergab Folgendes: 

"Im Zuge der Bebauung an der Kanzleistraße werden Straße und Gehweg bis zum Ende des Baufeldes verbreitert. Weiterhin wird die Straße im Kurvenbereich etwas aufgeweitet. Am Zufahrtsbereich von der Straße Munketoft werden keine Änderungen vorgenommen."(Stadtplanung, 14.03.2013) 
Rückfrage: Wird in der Kanzleistraße, auch wenn derzeit keine Ertüchtigung des Kreuzungsbereichs Munketoft/Kanzleistraße vorgesehen ist, die Option erhalten, den Kreuzungsbereich zukünftig zu vergrößern? Der Grund: Zu befürchten ist, dass eines Tages ein auf dem Munketoft stadteinwärts rollendes Kfz einen Linksabbieger aus der Kanzleistraße auf dessen Fahrerseite zerstören wird.(25.03.2013) 
Zur Rückfrage eine Ergänzung (09.04.2013) : 
Wird in der Kanzleistraße, auch wenn derzeit keine Ertüchtigung des Kreuzungsbereichs Munketoft/Kanzleistraße vorgesehen ist, die Option erhalten, den Kreuzungsbereich zukünftig zu vergrößern?
Gründe:
1. In den Kreuzungsbereich besteht Unfallgefahr zwischen Linksabbiegern Kanzleistraße in Munketoft und Munketoft stadteinwärts.
2. Der Kreuzungsbereich Munketoft/Kanzleistraße ist unübersichtlich und Gelenkbusse mühen sich beim Linksabbiegen vom Munketoft in die Kanzleistraße.
3. Im Kreuzungsbereich zur Thomas-Fincke-Straße sorgen zwei gegenüberliegende Bushaltestellen gelegentlich für Blockade.
4. Den Kreuzungsbereich durchqueren drei Buslinien.
5. Den Kreuzungsbereich durchqueren Besucher von Fachhochschule, Campusbad und SG-Spielen.
6. Den Kreuzungsbereich durchqueren neben den Sandberg-Bewohnern zusätzlich die Bewohner der FAB-Neubauten.
7. Der Kreuzungsbereich Kanzleistraße / Thomas-Fincke-Straße wird von Pkw angesichts seines rechten Winkels bereits jetzt häufig auf Ideallinie gefahren.
8. Der Kreuzungsbereich Munketoft / Kanzleistraße wird nach Fertigstellung von Wohnbebauung im Bahnhofsumfeld noch weiteren Verkehr aufnehmen müssen. 
Der auf der Perspektivenansicht dargestellte FAB-Turm würde den bestehenden Engpass auch optisch als solchen erscheinen lassen. Wird also eine Option erhalten bleiben, den Kreuzungsbereich - Zufahrt zum Stadtteil Sandberg und zu FH, Campusbad, Audimax, Mensa - zukünftig zu vergrößern? Oder wird die Option durch Bebauung bis an die Grundstückskanten vergeben?
Wird evtl. die Ursache für ein Problem geschaffen, für das dann in einigen Jahren nach Lösungen gesucht werden muss? (09.04.2013) 

Ein Gespräch mit zwei Vertretern der Stadtplanung am 02.05.2013 ergab, dass die Verkehrsmenge in jenem Kreuzungsbereich zwar Verkehrsspitzen aufweise, aber in der durchschnittlichen Verkehrsmenge derzeit (2013) keine Erweiterung erforderlich machen würde. Neuralgische Punkte in der Straßenführung würden regelmäßig überprüft, an jener Kreuzung aber nicht festgestellt. Sollte sich der Kreuzungsbereich Kanzleistraße/Munketoft als zu eng erweisen, bestünde südlich des Kreuzungsbereiches noch Spielraum für eine Erweiterung (nördlich hingegen wird die Bebauung bis an die Straße herangeführt, wie der Aushub bereits andeutet). - Soweit die Resultate des Gespräches vom 02.05.2013. 

Umsicht in jenem Kreuzungsbereich ist weiterhin geboten. Dadurch, dass keine hohen Geschwindigkeiten möglich sind (Ausnahme: Munketoft stadteinwärts), ist die Unfallgefahr reduziert. 

Im Dezember 2016 wurde berichtet, dass an genannter Kreuzung ein Kreisverkehr entstehen soll: 3,5 Jahre nach dem Gespräch vom Mai 2013.("Durch den Kreisel zum Campus"; Flensburger Tageblatt, 16.12.2016) - Ein später, stiller Erfolg der Arbeit der WiF-Ratsfraktion und ihres Vertreters

Der Umbau der Kreuzung soll über eine Änderung des Bebauungsplanes ermöglicht werden, über die der Planungsausschuss am 02.05.2017 zu entscheiden hat. 

Bericht zum geplanten Kreisverkehr                 (c) FL Avis

 



Bauvorhaben Sandberg 13
Wohnungen Zufahrt zum Sandberg

50 Wohneinheiten in zwei Häusern, Wohnungsgrößen von 40 bis 70 qm, Nettokaltmieten 7,00 bis 7,50 Euro/qm (F.T., 22.12.2011) 
44 Wohneinheiten mit 30 bis 75 qm gemäß Vorlage SUPA-36/2012 (10.04.2012; Lageplan; Ansichten der Gebäude)  

Bebauung Sandberg 13: Blickrichtung Nordost                                                               (c) a+p



Sandberg 13: Blickrichtung Nordnordost                                                      (c) a+p


Das Bauvorhaben soll auf einem derzeit als Parkplatz genutzten Grundstück an der Zufahrt zum Stadtviertel Sandberg realisiert werden. Das Stadtmodell, das im Rathaus vor dem Europaraum ausgestellt ist, zeigt an, dass sich auf dem Grundstück einst ein Gewerbebetrieb befand. Zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses (21.12.2011) hatte der FAB für den Bau der zwei Wohnblöcke noch keine Zeitplanung. 

Die Entwürfe der Geschosswohnungsbauten bieten allerdings bereits Gewissheit, dass sie bis an den Gehweg heranreichen sollen, wodurch die Straße Sandberg optisch deutlich verengt würde. Die Bauherrn der Voigtstraße und Schreiberstraße standen seinerzeit vor einem ähnlichen Problem und lösten es, indem sie den Häusern kleine Vorgärten gaben, wodurch die Häuserfronten voneinander abrückten, so dass die Straßen breiter wirken.  

Die Vorlage SUPA-36/2012 enthielt ebenfalls eine Problemstellung, mit der sich der SUPA befassen musste: 
"Das Vorhaben entspricht nicht dem Bebauungsplan, da das Haus 2 um etwa 1,30 m hinter der Baulinie zurückweicht. Dies stellt auch eine Abweichung von § 3 Abs. 1 der Baugestaltungssatzung Altstadt dar, nach der die Straßenfluchten aufzunehmen sind. Außerdem gibt es auf dem Grundstück keine im Bebauungsplan festgesetzten Flächen für Stellplätze. Damit wären sie im Baufenster anzulegen. Die als Flachdach geplanten Dächer weichen von der Vorgabe des § 9 der Baugestaltungssatzung ab. Danach sind Satteldächer oder verwandte Dachformen ohne geschossweisen Rücksprung zulässig."

Der SUPA widmete auch diesem Bauvorhaben zwei Sitzungen. Der SUPA am 24.04.2012 beriet in 1. Lesung, in der die CDU eine Befreiung von der Gestaltungssatzung im Beschlusstext deutlicher aufgeführt wissen wollte, während WiF-Ratsherr Hubert Ambrosius zur praktischen Ausführung anregte, "den erforderlichen Rücksprung des südlichen Gebäudes für einen in der Straße Sandberg nicht untypischen Vorgarten zu nutzen."(SUPA, 24.04.2012) Dem SUPA war das Thema, wie die Wohnblöcke sich bestens in das Einfallsgrundstück zum Sandberg einfügen würden, wenig Beratungszeit wert. Im SUPA am 29.05.2012 wurde in 2. Lesung anscheinend gar nicht beraten, obgleich den Mitgliedern eine ausführliche Stellungnahme zu Sandberg 13 rechtzeitig vor der Sitzung vorgelegen hatte. Der Fachbereich Stadtplanung beantwortete die Stellungnahme ebenfalls nicht, so dass an die Fragen erinnert wurde. 

Der Planungsbereich gab schließlich Auskunft: 
"a) Ein möglicher Austausch des Straßenbelages liegt in der Zuständigkeit des TBZ. Unseres Wissens ist diesbezüglich nichts geplant.
b) Das Thema wurde mehrfach im SUPA behandelt und letztendlich das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Detailfragen wie beispielsweise die Nutzung des Erdgeschosses müssten direkt mit dem FAB geklärt werden.
c) Für das Bauvorhaben wurde der erforderliche Stellplatznachweis erbracht." (Stadtplanung, 14.03.2013)


Bleibt vorerst zu hoffen bzw. den FAB zu fragen, wie attraktive Wohnungen entstehen, die wegen ihrer Parterre-Lage nicht ständige Mieterwechsel haben werden wie z. B. am Sandberg 17. 

    
Wohnung in Gebäude Sandberg 17: Unattraktive Parterrelage


Skizzen des zu erwartenden Bauvolumens auf dem Grundstück Sandberg 13: Setzt das Gebäude am Gehweg an, wird die Gebäudehöhe weit größer als die Straßenbreite sein. Nicht nur wegen der ungelösten Verkehrssituation, sondern auch wegen zahlreicher Passanten und Verkehrsteilnehmer dürften die Parterre-Wohnungen wenig attraktiv sein. 

  Sandberg von Süden, skizziert das Gebäude auf Nr. 13                             Sandberg von Norden, skizziert das Gebäude auf Nr. 13


Wie wurden die benachbarten Straßen geplant? - Ein Vergleich der Gebäude der Straße Sandberg mit den Abständen in der benachbarten Voigtstraße und Schreiberstraße:  

  Voigtstraße mit Vorgärten beidseitig, Blickrichtung Süd *                           Schreiberstraße mit Vorgärten einseitig, Blickrichtung West 

In der Voigtstraße und der Schreiberstraße haben die damaligen Planer Vorgärten eingeplant, so dass die Gebäude auf beiden Seiten der Straße voneinander abrücken. Dadurch wurde der Eindruck einer Straßenschlucht durch zusätzliche Flächen von 2x 2 Meter Vorgarten (Voigtstraße) und 1x 2 Meter Vorgarten (Schreiberstraße, Südseite) vermieden. 
*) Der am Ende der Voigtstraße erkennbare große Baum auf dem Gelände der Schule auf dem Campus (ex Löhmannschule) wurde durch den Orkan "Christian" am 28.11.2013 leider entwurzelt.  

Der Bauantrag zum Sandberg 13 wird vom FAB voraussichtlich im Januar 2014 gestellt werden. 

Lange Zeit geschieht jedoch nichts. 2016 wird nach einer Bürgerversammlung am 03.02.2016 für die Straße Sandberg der Belag Asphalt (statt bisher Kopfsteinpflaster) ausgewählt. Die Umbaumaßnahmen an der Straße Sandberg begannen mit Arbeiten der Stadtwerke. Schließlich wurde im 1. Quartal 2017 die Straßengestaltung vorgenommen, ehe am 27.04.2017 eine erste Asphaltierung durchgeführt wurde. 




Die Johannismühle (*1808): Ein denkmalgeschützter Verfall  


Das Trauerspiel um die Johannismühle in Adelbylund, nahe dem Sandberg. (Wikipedia
22.05.2010: Johannismühle - Der Zerfall eines Denkmals ("Viele Pläne - keine Taten: Ist der Gallerie-Holländer von 1808 noch zu retten?"
23.12.2010: Instandsetzung beginnt im kommenden Jahr 
30.12.2010: Erwacht Johannismühle bald aus dem Dornröschenschlaf? ("Eigentümer will Gallerie-Holländer von außen sanieren / Stadt bewilligt 3000 Euro aus Denkmalschutz-Fond"
11.06.2011: Ohne Galerie, ohne Kopf und ohne Flügel: Wann wird die Johannismühle zum Leben erweckt? 
30.07.2011: Zwei Höfe - gewachsen zum Stadtteil (Geschichte des Viertels Adelbylund
07.09.2011: Alte Mühle sucht neuen Liebhaber ("Seit elf Jahren kündigt Hans-Werner Ubschat immer wieder Sanierungsinitiativen für die Johannismühle an - jetzt denkt er erstmals an Verkauf"
09.05.2014: Frischer Wind für die Johannismühle (Skau: Es ist die letzte Mühle aus dieser Zeit."
10.05.2014: Frischer Wind für die Johannismühle ("Schwensbyer Müllermeister Walter Skau bietet seine Unterstützung bei Sanierung und Erhalt an - und der Eigentümer hofft auf Investoren"
03.08.2015: Wer kann die Johannismühle noch retten? ("Denkmalschützer halten das Gebäude für 'akut gefährdet'"
31.08.2017: Leises Hoffen auf die Sanierung ("Nach jahrelangem Stillstand soll jetzt der Neubau der Galerie und der Ersatz des Wetterschutzes angepackt werden"
14.10.2017: Ein Mann für die Mühle ("Stadt: Fehlendes Papier für Genehmigung ist nur eine Formalie")