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Buslinien

Innovation der Aktiv-Bus Flensburg: Das Busradar-Flensburg, das in Echtzeit den Standort der "Aktiv-Busse" anzeigt. 
Presseartikel: "Kommt der Bus pünktlich? Handy-Nutzer wissen mehr"(Flensburger Tageblatt, 16.02.2013) 
Die Zielsetzung der Aktiv-Bus: "Verdoppelung der Fahrgastzahlen bis 2050."("Flensburger sollen mehr Bus fahren"; Flensburger Tageblatt, 10.06.2013) 

Die Busse der AFAG, die von Mürwik bis Weiche verkehren (Linien 10, 11, 12), werden vom Busradar leider noch nicht erfasst.


Was tat die WiF(2008-2013)
ÖPNV: Vernetzung gefordert!
Wir setz(t)en uns für eine bessere Vernetzung der Buslinien in Flensburg ein. Im Osten Flensburgs fehlen Direktverbindungen zwischen Mürwik, Fruerlund und Sünderup, so dass die Angebote am Campus (Campusbad & Flens-Arena) nur über den ZOB erreichbar sind. Auch sollte der grüne Bahndamm für eine zukünftig vielleicht wirtschaftliche Anbindung des Hafens und der Innenstadt an das Bahnnetz weiterhin erhalten bleiben. 



Zur Preisentwicklung im ÖPNV Artikel aus dem Flensburger Tageblatt / sh:z: 
15.06.2011: Die Flensburger gehen ungern zu Fuß (ÖPNV-Zielgruppe: "Mobilitätsbefragung: Mehr als die Hälfte aller Wege werden mit dem Auto zurückgelegt"; Durchschnittsstrecke Rad: 2,4 km
10.06.2013: Flensburger sollen mehr Bus fahren ("Verdoppelung der Fahrgastzahlen bis 2050 ist Teil der neuen Strategie"
12.06.2013: Fahrschein für 2 Euro: Busfahren wird teurer in Flensburg 
24.07.2014: Bus fahren wird teurer (Flensburger Stadtanzeiger
29.07.2016: Busverkehr: Preise für Einzelfahrten und Streifenkarten steigen



Januar 2013 

Überlegungen zum Flensburger Busliniennetz 
Zur Entwicklung der Buslinien im Osten von Flensburg

Im Zuge der Beratungen zum 3. Regionalen Nahverkehrsplan (RNVP) stellte die WiF-Ratsfraktion Überlegungen zur Verbesserung des Busliniennetzes in Flensburg-Ost vor. Diese präsentierte sie auf der Ratsversammlung am 17.01.2013 als Ergänzung zum 160 Seiten starken 3. RNVP (RV-134/2012; 3. RNVP der Stadt Flensburg 2013-2017; Abwägungen); zur offiziellen Seite der Stadt Flensburg.

Vorweg wäre festzuhalten: Die Planung der Buslinien ist komplex, weil sehr viele Aspekte miteinander verbunden und gegeneinander abgewogen werden müssen, ehe dann eine funktionierende Taktung und zufriedenstellende Anbindung der Wohngebiete an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) realisiert wird; der ÖPNV in Flensburg wird nach Abschaffung der Straßenbahn in den 1970er Jahren ausschließlich mit Bussen durchgeführt. 

Die 160 Seiten des 3. RNVP bilden die Komplexität der Überlegungen ab, so dass in der Praxis ein effizienter, nicht defizitärer Buslinienverkehr funktionieren kann. 

Die Stadt Flensburg hat sich von ihrem Stadtkern an der Förde seit den 1950er Jahren in Richtung Osten ausgedehnt. Engelsby und Mürwik wurden besiedelt, es entstanden Wohnblöcke und Einfamilienhäuser.  

Straßenbahn 1955: Skizze der Besiedlung         (c) drehscheibe-online 


Die letzte Straßenbahn fuhr 1973, und es folgten Busse. Die gegenwärtige Buslinienstruktur in Flensburg-Ost spiegelt derzeit noch die ursprüngliche Entwicklung der Besiedlung von Flensburg wider: Der ZOB als Zentrum der Innenstadt verbindet die im Osten gewachsenen Stadtteile Engelsby und Mürwik über den Twedter Plack an. Zwischen Twedter Plack und dem ZOB besteht eine Wechselbeziehung, die davon ausgeht, dass die Bevölkerung in den Stadtteilen lebt und auf die im Tal der Förde zentrierten Angebote oder Arbeitsplätze zusteuert. 

  Linienschwerpunkt Ost seit den 1960er Jahren


Schließlich wurde 1974 das Dorf Tarup eingemeindet, und Flensburg erhielt einen ost-südöstlichen Stadtteil. Eine Anbindung an die Busverkehre nach Engelsby und Mürwik fand nicht statt. Per Beschluss der Kieler Landesregierung vom März 1991 sollte auf dem Sandberg ein Campus ausgebaut werden, auf dem seit Ende der 1970er Jahre bereits die Fachhochschule Flensburg entwickelt worden war. 1998 wurde auf diesem Campus eine Zentrale Hochschulbibliothek (ZHB) errichtet. Es folgten vier Jahre später im Jahr 2002 die Eröffnung einer großen Mensa und eines Audimax, als die ehemalige Pädagogische Hochschule, die seit 2000 zur Universität Flensburg gemacht worden war, von der Mürwiker Straße auf den Campus umzog. Seitdem, d. h. seit 10 Jahren, ist im Südosten der Stadt ein Strukturschwerpunkt entstanden, der bei Heimspielen der SG Flensburg-Handewitt regelmäßig an die Grenzen seiner Parkkapazität gebracht wird. 
Parallel zum Ausbau des Campus war in Sünderup nach der Jahrtausendwende ein neues Wohngebiet entstanden, das durch das südlich gelegene Gebiet Hochfeld erweitert wurde; es soll die Kreisstraße 8 verlängert werden, und in Tarup-Südost sollen weitere Wohneinheiten entstehen. 

Berücksichtigt die oben abgebildete Schwerpunktsetzung im ÖPNV-Verkehr die neu entstandenen und hinzugekommenen Zentren Tarup, Sünderup, Hochfeld, Campus, indem sie sie miteinander verbindet und in Beziehung mit den nördlichen Stadtteilen Engelsby, Fruerlund, Mürwik setzt? - Nein. 
Das Planen auf dem Reißbrett bzw. der Karte ist allerdings etwas Anderes als das Etablieren von Buslinien mit einem durch eine Haushaltsmittel begrenzten Fuhrpark. Dennoch muss die Frage nach der bestmöglichen Ausnutzung des Fuhrparks durch Bedienung aller potentiellen ÖPNV-Teilnehmer gestellt und von der Kommunalpolitik und den Verkehrsbetrieben gemeinsam beantwortet werden. 

Die neu gewachsenen südöstlichen Zentren und Schwerpunkte legen nahe, sie über das bevölkerungsreiche Engelsby anzubinden, indem man dort einen Verkehrsknotenpunkt einrichten würde. Zufällig ist an einer in Frage kommenden Stelle, der Mozartstraße, auch bereits ein Nahversorgungszentrum mit Geschäften etabliert, dass diese Straße auszeichnet. 

 Linienschwerpunkt Ost: Modern definiert

Hinweis: Die blau eingezeichneten Linien sollen in grober Form die Schwerpunktsetzungen der Buslinien abbilden. Es besteht ausdrücklich keine Absicht, Straßen zu verlegen! 

Durch die Schaffung eines Verkehrsknotenpunktes Ost wäre nicht nur die Anbindung der Stadtteile Tarup und Sünderup, sondern auch die Anbindung des Campus möglich. Ausgehend von diesem Verkehrsknotenpunkt Engelsby, der einen ähnlichen Rang wie der Knotenpunkt Twedter Plack haben sollte, könnten in Flensburg-Ost Verkehre anderer, neuer Qualität etabliert werden. Vorstellbar wäre z. B. ein Kreislinienverkehr, der nur auf der Ostseite verkehrt und nicht den ZOB ansteuert. 

Ein Beispiel, das abstrakt ist und bleiben soll und leider nicht die konkreten Einschränkungen der Busbetriebe berücksichtigen kann (Hinweis: Der Darstellung liegt kein Beschluss "der WiF" zugrunde, sondern sie soll eine Anregung sein!

 Beispiel: Kreislinienoption Ost ohne ZOB-Umweg


Bei einer Entwicklung der Busverkehre im Osten würden z. B. auf dem Campus die Einrichtungen Campusbad oder "Flens-Arena" direkt angebunden werden. Auch der häufige Wunsch, verstorbene Angehörige auf dem Adelbyer Friedhof aufzusuchen, könnte erfüllt werden. Insgesamt würde auch das exististierende Defizit einer Nahversorgung im Stadtteil Tarup gemindert werden, wenn eine ÖPNV-Anbindung von Tarup an Engelsby möglich wäre; gegenwärtig besteht eine Anbindung an die Nahversorgung von Adelbylund. Insgesamt sollte bei den Verkehren in Flensburg-Ost auch beachtet werden, dass drei große Schulen (KTS, Fördegym, Fridtjof-Nansen-Schule) mit den Wohngebieten zu verbinden sind, um den Individualverkehr zu verringern, der entsteht, wenn Eltern ihre Kinder mit dem PKW zu den Schulen fahren. 

Schließlich, um die Optionen einer möglichen Entwicklung des ÖPNV in Flensburg-Ost abzurunden, soll das neue Gebiet in Hochfeld, das über die Kreisstraße 8 erschlossen werden soll, nicht übersehen werden. Anscheinend wird bisher davon ausgegangen, dass Bewohner dieses Gebietes stets über ein, vielleicht sogar zwei Kraftfahrzeuge verfügen werden, um die Familie zu versorgen. Ressourcen und Kaufkraft können sich jedoch ändern. 

 Linienschwerpunkt Ost: Erweiterung Hochfeld


Die Erweiterungsoption berücksichtigt schließlich keine reale Bevölkerungsentwicklung, sondern ist ein nur angedeutetes Gedankenspiel zur Entwicklung der Buslinien in Flensburg-Ost. Deutlich wird, dass der Knotenpunkt Engelsby die Funktion eines Sterns einnimmt, der Busverkehre aus 5 Richtungen verknüpft. Die Gestaltung des Busverkehrs in Flensburg-Ost muss mit dem Hinzukommen des Stadtteils Tarup und der Gebiete Tarup, Sünderup und Hochfeld sowie des Arbeitszentrums Campus mit zwei Hochschulen, einem Schwimmbad und einer Sporthalle neu geplant werden! Der vorhandene Fuhrpark muss so gelenkt werden, dass er für möglichst viele Bürgerinnen und Bürger attraktiver wird und so den motorisierten Individualverkehr verringert. 

Dieses Ziel formulierte ein Sachverständiger, der Geschäftsführer der Aktiv Bus, anlässlich der Verlängerung der Linie 5 vom Campus nach Sünderup: 

"Mit der Erweiterung realisieren wir einen ersten Schritt in Richtung einer deutlichen Angebotsausweitung", so Aktiv-Bus-Chef Paul Hemkentokrax. "... Unter dem Strich erwarten wir ... zusätzliche Fahrgäste und somit auch einen Beitrag zum jüngst gegründeten Klimapakt Flensburg."("Linie 5 ab heute bis zur Ringstraße"; Flensburger Tageblatt, 18.05.2009) 


Ein kleiner Schritt könnte zunächst die Fortführung der Linie 5 von Sünderup nach Fruerlund sein. Dadurch wären Fruerlund, Engelsby, ggf. Tarup, Sünderup und der Campus direkt miteinander verbunden. 

 Beispiel: Kreislinienverkehr der Linie 5

Wäre für diese Maßnahme eine Erweiterung des Fuhrparks erforderlich, oder gelänge die Maßnahme zusammen mit einer Veränderung anderer Linien? Die praktische Umsetzung können nur die Verkehrsbetriebe beurteilen. Auch die Eignung von Wegen und Straßen soll und kann hier nicht beurteilt werden. 


Juni 2013: Durchbruch bei der östlichen Nord-Süd-Verbindung! 
Der Aufsichtsrat der Stadtwerke, von denen Aktiv-Bus eine Tochtergesellschaft ist, beschloss die Erweiterung der Linie 5. "Angestrebt ist für die Zukunft [ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013] ein Lückenschluss zwischen den beiden Endhaltestellen Hesttoft und Sünderup. Die Linienführung ist über Engelsby (Mozartstraße) und Tarup (Richard-Wagner-Straße) geplant."("Aktiv-Bus erweitert Linie 5"; Flensburger Tageblatt, 21.06.2013) Die Linie 5 war 2009 an die Ringstraße herangeführt worden, endete dort aber vier Jahre lang.("Linie 5 ab heute bis zur Ringstraße"; Flensburger Tageblatt, 18.05.2009) 

                                                    
                                                                                      (c) Aktiv Bus GmbH



Deutlich sollte geworden sein: 
Da Flensburg nicht nur in Richtung Nordosten (Mürwik) gewachsen ist, sondern inzwischen auch neue Stadtteile bzw. Zentren im Osten (Tarup) und Südosten (Sünderup, Hochfeld, Campus) entstanden sind, muss die zukünftige Schwerpunktsetzung im Busliniennetz dieser Veränderung entsprechen. Engelsby bietet den dafür erforderlichen Knotenpunkt, durch den die bisherige Existenz von sechs Endhaltestellen in vier Stadtteilen reduziert würde. Der ÖPNV wird stets das krisensichere Mittel sein, preisgünstigen und umweltfreundlichen Verkehr in der Stadt zu gewährleisten. 
Für den Individualverkehr wurden kurze Verbindungen bereits geschaffen: Mit der Westtangente (*1968) und der Osttangente (*2006). 

Strategische Netzbildung aus dem 3. RNVP der Stadt FL


August 2013: Optimierung des Liniennetzes in Vorbereitung! 
Angesichts geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen hat die Aktiv Bus GmbH, eine Tochter der Stadtwerke Flensburg, zum 31.03.2014 den Vertrag zur Verkehrs- und Tarifgemeinschaft mit der AFAG (Allgemeine Flensburger Autobus-Gesellschaft) gekündigt. Ein neuer Vertrag scheint eine Optimierung des Liniennetzes, dessen Struktur im Bereich Flensburg-Ost oben erklärt und kritisiert wurde, zu versprechen. 
Paul Hemkentokrax, Geschäftsführer der Aktiv Bus, verdeutlichte, "dass 'seit 20 Jahren nichts am Liniennetz in der Stadt geändert' worden sei. 'Wir fahren zum Teil immer noch die alten Straßenbahnlinien[sic!] nach.'"("Bessere Buslinien ab 2015"; Flensburger Tageblatt, 23.08.2013) Der Ausbau der Linie 5 zu einer ringförmigen Linie sei "der erste substanzielle Ausbau des Liniennetzes seit 20 Jahren" gewesen. Und warum hat dieser Ausbau zwei Jahrzehnte benötigt: ""Der bestehende Vertrag zur Verkehrs- und Tarifgemeinschaft diene eher der 'Besitzstandswahrung' als den Interessen der Bus-Kunden, sagte Hemkentokrax."(a.a.O.) 
Nun muss neu verhandelt werden, wie der Linienverkehr in Flensburg die Veränderungen in der Siedlungsstruktur bestmöglich bedienen kann. 

September 2013: Optimierung des Liniennetzes zur Entscheidung
Die Entscheidung zur Vergabe des ÖPNV für Flensburg soll am 17.09.2013 im Planungsausschuss (SUPA) beraten und schließlich in der Ratsversammlung am 26.09.2013 beschlossen werden. Die Fahrer der AFAG brachten am 16.09.2013 ihre Befürchtungen zum Ausdruck, indem sie die Angelburger Straße zeitweise blockierten.("AFAG-Fahrer kämpfen für ihre Jobs"; Flensburger Tageblatt, 17.09.2013) Am 17.09.2013 entschied der SUPA mit 2/3 der Stimmen, ab Juni 2015 die Verantwortung für das Liniennetz bei der städtischen Tochtergesellschaft Aktiv Bus zu konzentrieren.("Aktiv-Bus muss jetzt Vollgas geben"; Flensburger Tageblatt, 19.09.2013) "Die Probleme, die sich bisher durch das starre Korsett der zwei Konzessionen ergab, entfallen künftig", zitiert das Tageblatt ein Versprechen des Geschäftsführers der Aktiv Bus.(a.a.O.) Der Kommentar sieht "Luft nach oben"(Flensburger Tageblatt, 19.09.2013). Die Beschäftigten der AFAG sind angesichts verschiedener Alternativen verständlicherweise in Sorge.("Fahrer bangen um ihre Jobs"; Flensburger Tageblatt, 24.09.2013) - Berichterstattung zur Ratsdebatte (Lokales, Seite 3): "Rat ringt um Zukunft der AFAG-Busse"(Flensburger Tageblatt, 28.09.2013). 
Die Vorlagen zur Beratung und Entscheidung der Ratsversammlung: RV-127/2013, RV-127/2013, 1. Ergänzung WiF; Protokoll der Ratsversammlung vom 26.09.2013
Die Alternative 1 der Vorlage RV-127/2013 wurde mehrheitlich befürwortet, was in namentlicher Abstimmung dokumentiert wurde. 

Dezember 2013: Linie 5 vollzieht Ringschluss
Ab 15.12.2013 besteht nun die angekündigte Direktverbindung zwischen Fruerlund, Engelby und Tarup, die auch eine direkte Verbindung zum Campus und Bahnhof ermöglicht. Die Taktung der Linie ist ambitioniert: Alle 20 Minuten in beide Richtungen, werktags ab 6 Uhr, am Wochenende ab 7 Uhr. "Die erste massive Neuerung seit 20 Jahren. Wenn nur die Hälfte der Leute Recht behält, die diese Erweiterung der Linie 5 für eine gute Idee halten, dann wird das ein Erfolgsmodell", hofft der Geschäftsführer von Aktiv Bus.("Linie 5 schließt den Kreis"; Flensburger Tageblatt, 14.12.2013) 

März 2014: Aktiv Bus übernimmt Konzessionen
Rückwirkend zum 01.01.2014 hat die Aktiv Bus die Linien der AFAG übernommen, die die noch bis zum 31.05.2015 inne hatte. Dadurch können Verbesserungen im gesamten Liniennetz schon früher umgesetzt werden, hofft Aktiv Bus. Gemäß Ratsbeschluss vom September 2012 hätte Aktiv Bus erst ab 01.06.2015 die Gesamtplanung übernehmen sollen bzw. können.("Aktiv-Bus übernimmt rückwirkend die Konzessionen der Afag"; Flensburger Tageblatt, 13.03.2014) 
Aus einem Interview mit dem Geschäftsführer der Aktiv Bus, der darüber aufklärte, was der Umsetzung der Linie 5 als Ringlinie u. a. im Wege stand: "Die Strecke führt durch das 'Territorium' der AFAG, die Gebietsschutz beanspruchen darf. Es wurden Zählungen durchgeführt, um zu belegen, dass dem Mitbewerber keine Einnahmenverluste entstehen würden. Politische Gespräche mussten geführt, Menschen überzeugt werden. Die Umstellung betraf die Fahrten zum Campus, die Anbindung der KTS (Kurt-Tucholsky-Schule) und vieles mehr. Ein Konzessionsantrag musste gestellt und schließlich der Aufsichtsrat überzeugt werden."("Paul Hemkentokrax: Ein handfester Visionär"(FL Journal 03/2014, S. 12 ff.) - Dem Campus steht es bereits gut zu Gesicht, nun nicht mehr nur Endhalte-, sondern Durchfahrtshaltestelle zu sein. 

April 2014: Aktiv Bus bewertet Linie 5 als Erfolg
"Bereits in den drei Betriebsmonaten [seit Einführung im Dez. 2013] wurden in den Bussen dieser Linie rund 10 Prozent mehr Fahrscheine verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres... Der überwiegende Anteil der im Bus verkauften Fahrscheine sind Einzelfahrscheine für das Stadtgebiet."("Aktiv Bus sieht sich mit Linie 5 auf Erfolgskurs"; Flensburger Tageblatt, 04.04.2014)

Nov./Dez. 2014: Aktiv Bus verbessert zum Fahrplanwechsel die Situation für Bahn-Pendler 
"Das neue Bus-Zeitalter in Flensburg zeigt Wirkung im großen Maßstab. Mit der Umstellung auf den Winterplan setzt Aktiv-Bus am 14. Dezember eine ganze Reihe von Verbesserungen auf nahezu allen Linien in Kraft; sie betreffen vor allem die Anbindung des Bahnhofs an das Busnetz, insbesondere am frühen Morgen und am Abend. Am 1. Januar übernahm Aktiv-Bus von der Afag die Konzessionen für die Linien 11 bis 15. Einen entsprechenden Beschluss hatte die Ratsversammlung nach kontroverser Diskussion im Herbst 2013 gefasst. Die Afag bleibt als Unternehmen erhalten und fährt fortan im Auftrag von Aktiv-Bus auf ihren angestammten Linien. Entscheidender Unterschied: Aktiv-Bus ist jetzt allein für das gesamte Liniennetz verantwortlich und gestaltet die Fahrpläne in eigener alleiniger Verantwortung."("Mehr Busse zum Bahnhof"; Flensburger Tageblatt, 28.11.2014) Ankündigungen zum Fahrplanwechsel: "Busfahren soll attraktiver werden"; Flensburger Tageblatt, 13.12.2014. 

Veränderungen bei den Anbietern: Die Unternehmen Hansen-Borg und Gorzelniaski haben ab dem 01.09.2014 die Förde-Bus GmbH übernommen. Darunter fällt auch die Linie 21, die von Flensburg nach Glücksburg verkehrt und nun auch innerhalb Flensburgs Haltestellen bedient.("Förde-Bus unter neuem Dach"; Flensburger Tageblatt, 05.12.2014) 

"Busverkehr: Die Vorschläge der Leser"; Flensburger Tageblatt, 30.12.2014


Januar 2015: Die rätselhafte Linie 13
Eine Buslinie, die nicht so recht ins Liniennetz passt, die eine "Exotin" ist mit einer Geschichte, "kompliziert und rätselhaft", "aus historisch-traditionellen Gründen von der Autokraft gefahren" mit einer Konzession "bis 2017", die noch bei der AFAG liegt, eine "Baustelle", der man sich vorerst nicht widmen könne, weil es zu viele andere gäbe - so lässt sich ausdrücken, was im Einzelfall dem Beschluss zu einer zentralen Steuerung des ÖPNV noch entgegen steht, aber hoffentlich bald so koordiniert sein wird, dass das Angebot und die Nachfrage sich optimal bedienen.("Das Rätsel der Linie 13"; Flensburger Tageblatt, 13.01.2015) 

März 2015: Leisere Busse & Vernetzung
Der SUPA am 03.03.2015 beschloss mit RV-14/2015 in 1. Instanz den Betrauungsakt der Aktiv Bus Flensburg GmbH (Direktvergabe an das eigene Unternehmen zur Erbringung der Verkehrsleistungen im Stadtverkehr Flensburg). Am 26.03.2015 wird die Ratsversammlung in 2. Instanz entscheiden. 
Aktiv Bus präsentiert zwei neue Gelenkbusse mit Hybrid-Motoren, die bei 79.000 Euro Mehrkosten eine Kraftstoffeinsparung von 30 Prozent versprechen. Neuanschaffungen sollen die Fahrpreise nicht erhöhen.("Flüsterleise aus der Haltestelle"; Flensburger Tageblatt, 12.03.2015) 

Über Handy und Internet erfährt der Fahrgast, wann der nächste Bus kommt.("Moderne Zeiten an der Haltestelle"; Flensburger Tageblatt, 25.03.2015) 

Nov./Dez. 2015: Aktiv Bus verbessert zum Fahrplanwechsel die Situation für Weiche
Der Stadtteil Weiche mit 7.000 Einwohnern soll abends und samstagnachmittags mehr Busverbindungen bekommen. Dazu soll ein neues Konzept für die Linien 11 und 12 beitragen, mit dem die Taktung für Weiche erhöht wird. Dabei hilft auch eine Neuanschaffung.("Neuer Fahrplan kommt: Mehr Busse für Weiche"; Flensburger Tageblatt, 23.11.2015) Weiche erhält eine Versorgung im Zehn-Minuten-Takt.("Vorfahrt für Hybrid-Busse"; Flensburger Tageblatt, 03.12.2015) Aktiv Bus testen den ersten Elektrobus.("Flensburg testet Elektrobus"; Flensburger Tageblatt, 12.12.2015. "Linie 3 unter Strom: Erstmals Ernstfall für einen E-Bus"; Flensburger Tageblatt, 31.12.2015) Aktiv Bus sieht einen Bahnhof-Neubau insgesamt skeptisch.("'Der Neubau eines Bahnhofs wird zu teuer'"; Flensburger Tageblatt, 31.12.2015)  


Frühjahr 2016: Busradar zieht Kreise
Das Busradar ist nun auch in den regionalen Buslinien von Hansen-Borg und Gorzelniaski abrufbar.("Verkehrslage immer im Griff: Busradar zieht Kreise"; Flensburger Tageblatt, 21.03.2016) 

Entwürfe aus einem Malwettbewerb sollen der Vermarktung helfen.("Hybrid-Busse als grüne Raupen"; Flensburger Tageblatt, 05.04.2016) 

Wenn die Tests positiv verlaufen, könnten ab 2018 oder 2019 Elektro-Busse zum Einsatz kommen.("Aktiv Bus testet erneut Elektrobus"; Flensburger Tageblatt 15.06.2016) 

Aktiv-Bus eröffnet ein kostenfreies W-Lan am Südermarkt, Bahnhof und ZOB.("High-Speed in der City: Surfen bis zum Abwinken"; Flensburger Tageblatt 16.07.2016) 


Konzessionsentscheidung, zurückgehend auf die Richtungsentscheidung im September 2013: Die Konzessionen für die Linien 10 bis 15 (bisher AFAG) laufen Ende 2017 aus. Das Ergebnis der Ausschreibung, wer wird Subunternehmer von Aktiv Bus, wird abgewartet.("Busverkehr: Fährt die AFAG weiter mit?"; Flensburger Tageblatt, 29.07.2016) Das Ergebnis: Fördebus und Autokraft sind Gewinner der Ausschreibung.("Fördebus und Autokraft übernehmen AFAG-Linien"; Flensburger Tageblatt, 06.08.2016) Für die AFAG bedeutet das Ergebnis das Ende.("AFAG: 'Wir machen zu'"; Flensburger Tageblatt, 10.08.2016) 

Aktiv-Bus sorgt für eine bessere Anbindung der Südstadt.("Mehr Busse für das südöstliche Gewerbegebiet"; Flensburger Tageblatt, 15.10.2016) 

Aktiv-Bus bindet das Wohngebiet in Kauslund an.("Kauslund: Kürzere Wege zum Bus"; Flensburger Tageblatt 26.11.2016) 

"Aktiv-Bus bietet neue Strecken, neue Haltestellen und frühere Buseinsätze" sowie eine Linie 12 durch den Ochsenweg.("Stadtbusse auf neuen Routen"; Flensburger Tageblatt, 02.12.2016) 
Aktiv-Bus erneuert die Bus-Flotte.("Die neuen Hybridbusse sind da"; Flensburger Tageblatt, 10.12.2016) 





Presseartikel aus dem Flensburger Tageblatt / sh:z: 

05.06.2012: "Nur die Linie 10 fährt nicht über den ZOB" (AFAG besitzt 19 Busse
23.08.2013: "Bessere Buslinien ab 2015
19.09.2013: "Aktiv-Bus muss jetzt Vollgas geben"; "Luft nach oben"[Kommentar
13.03.2014: "Aktiv-Bus übernimmt rückwirkend die Konzessionen der Afag" 
04.04.2014: "Aktiv Bus sieht sich mit Linie 5 auf Erfolgskurs"
28.11.2014: "Mehr Busse zum Bahnhof
13.01.2015: "Das Rätsel der Linie 13
12.12.2015: "Flensburg testet Elektrobus"
31.12.2015: "Linie 3 unter Strom: Erstmals Ernstfall für einen E-Bus"; "'Der Neubau eines Bahnhofs wird zu teuer'"
05.04.2016: "Hybrid-Busse als grüne Raupen"
15.06.2016: "Aktiv Bus testet erneut Elektrobus"
29.07.2016: "Busverkehr: Fährt die AFAG weiter mit?"
10.08.2016: "AFAG: 'Wir machen zu'"
26.11.2016: "Kauslund: Kürzere Wege zum Bus"
27.12.2016: "Ein neues Bus-Depot für Aktiv-Bus?" (Standort Apenrader Straße könnte bei zunehmender Elektrifizierung an seine Grenzen stoßen
20.01.2017: "Stromautos auf Bus-Spuren?" ("ÖPNV-Chef warnt vor Behinderung des Busverkehrs" durch Grünen-Initiative
28.01.2017: "Schlacht um den Schlachthof" ("Aktivbus will kurzfristig das Depotgelände für elektrifizierten Busbetrieb erweitern"); "Pest oder Cholera"[Kommentar
08.02.2017: "Luft nach oben im regionalen Busnetz" ("Gemeinsamer Verkehrsplan des nördlichen Landesteils steht kurz vor der Vollendung"
16.02.2017: "Aktiv-Bus auf der Suche nach neuem Standort" 
09.03.2017: "Mehr Busse ins Flensburger Umland" ("Regionaler Nahverkehrsplan soll ÖPNV-Angebote im Norden Schleswig-Holsteins verbessern helfen")