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Projekt 'Grünes Hufeisen'


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Das Grüne Hufeisen - von der Förde zur Förde

(von Elmar Westphal, 01/2011)



Eine Wegeverbindung von der Förde über Lautrupsbachtal, Engelsby-Dorf und Osbektal hin zur Förde

Für Flensburg ein Geschenk der Natur sind die von Bächen in die Endmoränen eingeschnittenen Täler zur Förde. Zwei davon, das Osbektal und das Lautrupsbachtal, verbinden sich zu einer halbkreisförmigen Grünzone durch den Osten der Stadt. Auf der Wasserscheide zwischen beiden Tallandschaften liegt das landschaftsgeschützte Engelsby-Dorf. Diese drei Bereiche bilden sozusagen ein 'Grünes Hufeisen'.

Wandern, joggen oder Rad fahren von der Hafenspitze durch das Lautrupsbachtal hinauf nach Engelsby-Dorf und weiter durch das Osbektal wieder hinunter zur Förde nach Sonwik, dann auf der Promenade oder mit dem Boot zurück. Wirklich eine runde Sache! Zum Greifen nahe, aber warum gibt es das nicht schon längst?

Die Stadt hat das Grundprinzip der zusammenhängenden Grünzonen festgelegt. Und diese Grünzonen sollten möglichst durchgängig benutzt werden können. Warum hat man das in dem Bereich, den wir das Grüne Hufeisen nennen wollen, nicht konsequenter verfolgt? (Einleitung der Präsentation)


 Erstaufführung: Präsentation auf dem Neujahrsempfang am 09.01.2011 
In unserer am Ende dieser Seite bereitgestellten Präsentation mit 48 Bildern plus Kartenmaterial präsentiert Ihnen Ratsherr Elmar Westphal eine Reise durch eines der beiden Täler. Die Darstellung beschränkt sich auf die Bereiche Engelsby-Dorf und Osbektal, da das Lautrupsbachtal im Sinne des Gesamtprojekts bereits hergestellt wurde.

Die Präsentation wurde erstmals gezeigt auf dem Neujahrsempfang im Deutschen Haus am 09.01.2011. Mittels Beamer und Leinwand erhielten die Bürgerinnen und Bürger einen ersten Eindruck vom grünen Idyll mitten in ihrer Stadt. Die Tageszeitungen zeigten sich aufgeschlossen: Der erste Zeitungsbericht erschien am 25.01.2011 in der Tageszeitung Flensborg Avis.

Die Entwicklung des Projektes wurde begünstigt durch Voraussetzungen, die 2009 geschaffen und 2011 vollendet wurden; Flensburger Tageblatt:
     19.03.2009: Neuer Radweg von Mürwik zur Förde 
     03.04.2009: Zwei Kämpfer für ein offenes Tor (
Durchgangsweg unterhalb der Marineschule Mürwik?
     06.05.2009: Freiluft-Projekt: Lautrupsbach soll offen in die Förde fließen 
     02.07.2009: Wie der Lautrupsbach zurück in sein Tal fand 
     02.01.2010: Als der Lautrupsbach auftauchte (
Naherholungsgebiet seit Bau der Osttangente
     23.06.2010: Kein Wanderweg an der Marineschule 
     26.06.2010: Wandern ohne Weg [Kommentar


Presseartikel im Flensburger Tageblatt / sh:z zur Entwicklung des Wanderwegs

07.02.2011: Manifest für das offene Osbektal
25.05.2011: Zu Fuß durch Flensburgs grünes Hufeisen
31.07.2011: Ein Ratsherr wird ausgebremst
12.02.2013: Ein Rundwanderweg für 3.500 Euro
14.02.2013: Stadtverschönerer wollen für "Hufeisen" zahlen
03.05.2013: Ein Stadt-Rundum entzückt Wanderer
04.11.2013: Stadtwanderweg immer noch im Stau (zunächst nur Minimalversion verwirklicht / "Umgehung der Gartenkolonie bleibt Zukunftsmusik")
15.03.2014: Grünes Hufeisen endlich vor dem Start (Flensborg Avis) 
26.04.2014: Ein Wanderweg von Ufer zu Ufer; "Nur ein Anfang"[Kommentar]
08.05.2014: Pracht auf den zweiten Blick (OB weiht neuen Wanderweg ein.)
10.12.2014: "Auf Pfaden über Wiesen und Weiden" (Flensborg Avis)
24.12.2014: Lückenschluss für neuen Wanderweg 
26.06.2015: Vision: Meerforellen im Lautrupsbach 
13.07.2016: Von Schiffen zu Schafen ("Insider-Tipp") 
26.07.2016: Die Jäger des verlorenen Hufeisens ("Ein halbkreisförmiges Naturschätzchen nur für die Eingeweihten"




 Ein Beschluss und seine Umsetzung
 (von Elmar Westphal, 08/2012) 

 2006: Das Osbektal von Osten betrachtet                     (c) Microsoft 


Der politische Beschluss
Am 17.05.2011 hat der Planungsausschuss des Rates mit Vorlage SUPA-42/2011 das "Grüne Hufeisen", eine durchgehende Wegeverbindung von der Förde zur Förde, beschlossen. Alle Fraktionen stimmten dem WiF-Antrag zu, einstimmig. Die Reaktion der lokalen Presse und der Bevölkerung war sehr positiv und umfangreich: Flensborg Avis hatte die Überschrift "Das Grüne Hufeisen kommt"; das Tageblatt betitelte den bebilderten Bericht: "Zu Fuß durch Flensburgs grünes Hufeisen"(Flensburger Tageblatt, 25.05.2011). 

Der Beschluss beinhaltete auch, dass das Planungsergebnis möglichst zur Eröffnung des Fördewanderweges im unteren Osbektal vorliegen sollte, zumindest in der kostengünstigen, vorläufigen Lösung, die in der WiF-Darstellung des Grünen Hufeisens aufgezeigt wird. Inzwischen ist das Stück des Fördewanderweges zwischen Fördestraße und Osbekmündung in Sonwik eingeweiht. Dieses Stück, das untere Osbektal, ist auch grundlegender Bestandteil unseres "Grünen Hufeisens". Jetzt liegt es eigentlich nur noch an der Bereitschaft des Planungsamtes, den einstimmigen politischen Beschluss umzusetzen. Für die billigste Variante heißt das im Wesentlichen: Wegweiser aufzustellen. Bei gutem Willen sollte das nicht zu schwierig sein, damit man die Verbindungsstücke zwischen den vorhandenen, schon benutzbaren Wegen finden kann. 

Die planerische Umsetzung
Am 31.07.2012 - also knapp 15 Monate nach dem einstimmigen Beschluss des Ausschusses für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung (SUPA) - berichtete das Flensburger Tageblatt über den Stand der Umsetzung des vielversprechenden Projekts mit der Überschrift: "Ein Ratsherr wird ausgebremst."(Flensburger Tageblatt, 31.07.2012) 
"Was ist seitdem geschehen?" fragt der Artikel und antwortet: "Nichts, und das wurmt Westphal. Er hat mit mehreren Vertretern der Verwaltung und des Technischen Betriebszentrums gesprochen und ist dabei auf mal mehr, mal weniger Verständnis gestoßen. Planung, Kostenberechnung, Umsetzung? Fehlanzeige." 
Die Einschätzung der Verwaltung gibt der Artikel folgendermaßen wieder: "Wir haben das im Blick", sagt Planungschef Dr. Peter Schroeders: "Wir wollen so eine Wegeverbindung herstellen." Der erste Schritt sei eine genaue Darstellung des möglichen Verlaufs, und erst dann werde man wissen, ob Westphals Ideen wirklich umsetzbar seien. Er gab zu bedenken, dass Flächen auch verpachtet sein könnten. Der Chefplaner machte allerdings auch klar, dass es womöglich derzeit wichtigere Themen gibt: "Das ist nicht etwas, das uns jeden Tag quält[sic!]. Es hat Priorität, aber nicht die erste. Wir müssen unsere Aufträge nach und nach abarbeiten."
Seltsam: Da existiert ein einstimmiger Beschluss einer Vorlage, die üblicherweise vor einer Beschlussfassung im Ausschuss von der Verwaltung überprüft wird. In diesem Fall liegt ein Beschluss vor, und man erfährt nach der Beschlussfassung: Erst nach Darstellung des möglichen Verlaufs "werde man wissen, ob Westphals Ideen wirklich umsetzbar seien". - Hat sich mit ihm etwa der gesamte Ausschuss geirrt? 


    
Begehung von Kolonie 119 und der Osbek-Auwiesen-Mündung: Naherholung mitten in der Stadt   (c) Pohl





Eine Entwicklung im Spaziertempo 
Die Umsetzung in 2013 und Folgejahren

Dem SUPA am 13.11.2012 wurde zum Kleingartenwesen und dessen Bedeutung berichtet. Elmar Westphal betonte die Bedeutung der Kleingärten für das öffentliche Grünflächensystem, kritisierte aber zugleich, dass die einstimmig beschlossene Einrichtung des Grünen Hufeisens dadurch behindert werde, dass die an zentraler Stelle des Wegesystems liegende Kolonie 119 teilweise verschlossen bleibe und den Durchgang behindere.(SUPA, 13.11.2012
Einen formalen Fortschritt bedeutet zunächst die Verwaltungsvorlage SUPA-7/2013 (mit Übersichtsplan), die der SUPA am 05.02.2013 und der Finanzausschuss am 07.02.2013 berieten und einstimmig befürworteten. Elmar Westphal begrüßte die Umsetzung des Planungsauftrages, mahnte Verbesserungen in Bezug auf die Durchgängigkeit der Kleingärten in einem stadtweiten Wegekonzept an und stellte eine teilweise Deckung von Kosten durch den sh:z in Aussicht.(SUPA, 05.02.2013) Der Finanzausschuss erteilte den einmaligen Einrichtungskosten und den geringfügigen Unterhaltungskosten, die das TBZ zu tragen hätte, ebenfalls seine Zustimmung.(FA, 07.02.2013) Untermalt wurde die frohe Kunde noch durch eine Spendenbereitschaft des Verschönerungsvereins, von der der Oberbürgermeister dem Hauptausschuss berichtete.(HA, 12.02.2013

Der Übersichtsplan zu SUPA-7/2013 als "Wanderkarte" am 01.05.2013

Anlässlich des Jahresberichtes des Naturschutzbeauftragten wurde schließlich noch die Wegeführung im Bereich Hestoft bzw. deren zu befürchtende Beeinträchtigung kritisiert.(SUPA, 28.05.2013) Danach ruhte die Entwicklung des Wanderweges. Nach der Kommunalwahl verließen sich die Fraktionen auf die Umsetzung, die an den im Flensburger Tageblatt veröffentlichten Artikeln ablesbar ist: 
12.02.2013: Ein Rundwanderweg für 3.500 Euro
14.02.2013: Stadtverschönerer wollen für "Hufeisen" zahlen
03.05.2013: Ein Stadt-Rundum entzückt Wanderer
04.11.2013: Stadtwanderweg immer noch im Stau (zunächst nur Minimalversion verwirklicht / "Umgehung der Gartenkolonie bleibt Zukunftsmusik")
15.03.2014: Grünes Hufeisen endlich vor dem Start (Flensborg Avis) 
26.04.2014: Ein Wanderweg von Ufer zu Ufer; "Nur ein Anfang"[Kommentar]
08.05.2014: Pracht auf den zweiten Blick (OB weiht neuen Wanderweg ein.)
10.12.2014: "Auf Pfaden über Wiesen und Weiden" (Flensborg Avis)
24.12.2014: Lückenschluss für neuen Wanderweg 


 Optimistischer Ausblick in der Flensborg Avis, 15.03.2014


Zwar weihte Oberbürgermeister Simon Faber den neuen innerstädtischen Wanderweg "Grünes Hufeisen" höchstpersönlich ein, Zweifel äußerte jedoch Elmar Westphal, da außer dem Aufstellen der Schilder bisher nichts passiert sei.("Pracht auf den zweiten Blick"; Flensburger Tageblatt, 08.05.2014) Tatsächlich war die Schönheit des Osbektals noch nicht zur Geltung gekommen, obgleich es sich um eines der weitgehend ursprünglich erhaltenen Kerbtäler in der Stadt handelt. Deutlich wurde der Mangel in der Wegeführung - durch die teilweise geschlossene Kleingartenkolonie 119 hindurch, statt an ihr vorbei und am Osbek-Bach entlang - in einem Artikel, den die Flensborg Avis zum Ende des Jahres 2014 veröffentlichte.("Auf Pfaden über Wiesen und Weiden"; Flensborg Avis, 10.12.2014) Die Schönheit des in der Artikelgrafik grün gestrichelten Weges bleibt der Öffentlichkeit vorerst kaum zugänglich, weil teils abgängige Zäune das Wegerecht behindern.