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Kielseng

Trotz vermeintlich leerer Kassen, wenig erfreulichem Straßenzustandsbericht für das gesamte Stadtgebiet (25% der Straßen sanierungsbedürftig) und vor allem weiteren Wohneinheiten in Flensburg-Mürwik, wurde ernsthaft darüber diskutiert, ob der Straßenzug Kielseng am Ostufer nach Abschluss seiner Reparaturarbeiten von vier auf zwei Spuren reduziert werden könne. Im Finanzausschuss am 15.05.2014 wurde für die Planung zunächst ein fünfstelliger Betrag bewilligt - gegen die Stimmen von WiF und SSW. Erst im März 2015 wurden die Gesamtkosten bekannt, die eine Reduzierung der Spuren verursachen würde. 

Die WiF hat sich sich für die Wiederherstellung der bestehenden, eventuell um Übergänge verbesserten Verkehrsfläche ausgesprochen, weil es die kostengünstigste Variante ist, weil in Mürwik eine größere Zahl an Wohneinheiten entsteht und weil die Gewerbestraße Kielseng geeignet ist, zusammen mit der Osttangente den Verkehr von der besiedelten Mürwiker Straße abzuziehen. - Wie oft hat man lesen müssen, dass es der Stadt am Geld fehle?(z.B.: "Stadt legt sich enge Sparfesseln an"; Flensburger Tageblatt, 22.01.2013) Im Straßenbau aber wurden im Mai 2014 Planungskosten weit über dem Monatslohn einer Verwaltungsfachkraft bewilligt, und die Kostenschätzungen für die gesamte Instandsetzung wurden erst im März 2015 nach weiteren 10 Monaten (Planung) bekannt. Wurden zu Beginn etwa keine Angebote eingeholt? Wie ernst sind die vermeintlichen "Sparfesseln" zu nehmen, wenn dann nicht auch die kostengünstigste Variante empfohlen wird, sondern auch teurere, am Bedarf vorbeigehende Planungsvarianten gleichwertig vorgestellt werden?! 


 Die Sanierung von Kielseng fordert auch die Kommunalpolitik    (c) mp


 Die Zukunft von Kielseng: 4-spurig oder bloß noch 2-spurig?      (c) mp


 Wer nutzt Kielseng primär: Kraftfahrzeuge, Radler, Passanten? (c) mp


Presseartikel im Flensburger Tageblatt / sh:z zur Gestaltung des Straßenzuges Kielseng/Ballastbrücke/Hafendamm: 

16.11.2013: "Zwei Spuren weniger für Kielseng" ("Straßensperrung ist Test für Rückbau der vierspurigen Verkehrsader vom ZOB bis zur Fördestraße in Mürwik")
23.04.2014: "Rückbau: Kielseng soll zweispurig werden" ("CDU, SPD und Grüne wollen den Rückbau von vier auf zwei Spuren der Straße prüfen lassen."); "Nur geträumt"[Kommentar
14.05.2014: "Politik will nur noch zwei Spuren" ("CDU, SPD, Grüne und Linke beschließen Planungsauftrag an die Verwaltung / FDP, SSW und WiF sind gegen die Änderungen"); "Ernst machen"[Kommentar
22.05.2014: "Kielseng erneut unterspült und gesperrt" ("Widerstand gegen den Rückbau wächst.")
23.07.2014: "Ostufer bleibt Dauerbaustelle" (Unterspülungen im Hang verzögern Fertigstellung der Straße
08.11.2014: "'Das Gewerbe denkt vierspurig'" ("Bürgeranhörung zum Thema Kielseng: Zweispurige Lösung wäre laut Gutachten kein Problem, findet in der Wirtschaft aber keine Zustimmung"
01.12.2014: "Kielseng bleibt bis zum Mai Baustelle" ("Die Stadt erweitert den Planungsauftrag für die künftige Trassenführung.")
06.12.2014: "Wirtschaft fordert vierspurige Kielseng-Trasse" ("Neue Interessengemeinschaft beklagt „Ideologisierung“ in Teilen der Flensburger Kommunalpolitik.")
05.02.2015: "Gutachter: Kielseng kommt mit zwei Spuren aus" (Kostenschätzung des TBZ sei "erschreckend hoch"); "Schöne neue Planungswelt"[Kommentar]  
02.04.2015: "Keine Chance für Express-Radweg" (Straßenzug wird für 2,4 Mio. Euro neu gemacht; "Keine Mehrheit für Zweispurigkeit"
17.04.2015: "Kielseng spaltet weiter" (Antrag auf Ausbau eines Radschnellwegs an der Hafenkante sorgt für eine hitzige Debatte
Leserbrief: "Die Berichterstattung vom 26.08.2015 über die Spurenfrage in Kielseng macht mich sprachlos. Aber sie wirft Fragen auf: Lesen die Redakteure ihre eigene Zeitung nicht? Reden sie nicht miteinander? Oder bringen sie absichtlich Unwahrheiten in die Öffentlichkeit? Die Lokalredaktion wird erklären müssen, wieso im Artikel von Herrn Dommasch erstens die Position der WiF gar nicht aufgeführt, zweitens aber – und wesentlich wichtiger – berichtet wird, dass FDP und CDU gegen die Spurenreduktion seien, welche von SPD, Grünen und Linken gefordert würde. Tatsache ist – und diese wurde auch in Artikeln im Tageblatt am 23.04.2014 und 14.05.2014 dargestellt –, dass die CDU gemeinsam mit SPD und Grünen erst für einen Prüfauftrag und dann für einen Planungsauftrag für die Zweispurigkeit gestimmt hat. Es waren FDP und WiF, die sich frühzeitig gegen die Prüfungen und Planungen und für den Erhalt der Vierspurigkeit ausgesprochen und die Sorgen der dortigen Wirtschaft ernst genommen haben. Erst als der öffentliche Druck zu groß wurde, machte die CDU eine 180-Grad-Kehre.
Warum also findet eine derartige Berichterstattung statt? Gerade wenn eine Zeitung ein Quasi-Monopol in der regionalen Berichterstattung hat, sind politische Unabhängigkeit, journalistische Sorgfalt und objektive Berichterstattung ihre Aufgabe. Alles andere stellt ein Risiko für die Demokratie dar. Wenn den Menschen in der Stadt die Möglichkeit genommen wird, sich seriös zu informieren, dann ist eine wesentliche Grenze überschritten. Aus diesem Grunde fordere ich hierzu eine Aufklärung der Öffentlichkeit seitens der Redaktion." (Dr. Christian Dewanger
stv. Vorsitzender der WiF-Ratsfraktion).
21.04.2016: "Letzter Schliff für Kielseng" ("TBZ legt ein neues Regenwasserrohr und erneuert die Fahrbahnen auf vier Spuren"
14.07.2016: "Kielseng am Ende doch zweispurig?" ("Vierspurigkeit wird nach zwei Jahren überprüft?"); "Flensburg - eine Fahrradstadt?"[Kommentar]  


Sitzungen zur Gestaltung des Straßenzuges: 

Finanzausschuss 19.12.2013: FA-81/2013
SUPA 29.04.2014
SUPA 13.05.2014
Finanzausschuss 15.05.2014: FA-24/2014 und Ergänzungen
Finanzausschuss 26.06.2014: FA-42/2014
Finanzausschuss 27.11.2014: FA-92/2014
SUPA 03.02.2015
Öffentliche Beteiligung 12.03.2015 (Moderation: "heute erste[sic!] Kostenschätzungen" - die erst zum Ende bekannt gegeben werden sollten!
SUPA 31.03.2015
SUPA 14.04.2015
Finanzausschuss 30.04.2015


Auf der öffentlichen Beteiligung am 12.03.2015 wurde für den Mittelstreifen der Straße Kielseng eine "Aufenthaltsqualität" in Aussicht gestellt. Nur wer hat an einer Durchgangsstraße mit gewerblichen Ansiedlungen einen Bedarf an der "Qualität", sich dort und nicht am nahe gelegenen Wasser länger aufzuhalten? 


Ein Gutachten evoziert Fragen: 

 Die Frage nach dem guten Grund                         FL Avis, 11.02.2015
                                 (veröffentlicht auch im FL Tageblatt, 19.02.2015)