Die WiF bis heute

Nach dem Wahlerfolg in 2008 waren die Erwartungen und Hoffnungen in der Bevölkerung und auch bei uns außerordentlich hoch.
Groß war dann die Ernüchterung, dass die anfänglichen zehn und die heutigen sieben Sitze in der Ratsversammlung keine Mehrheit sind und wir vielfach gegen Windmühlen kämpfen mussten.

Bei nur einem Jahr Vorlaufzeit konnten auch Aktivisten mit an Bord gehen, deren politischer Stil dann doch nicht zur WiF passte.
Das brachte viel Unruhe mit sich, gerne begleitet und ausgewälzt von der Presse.
Zudem wollten die anderen Fraktionen uns zunächst auflaufen lassen und blockierten unsere Initiativen.
Deren Ziel war klar: Die Menschen in unserer Stadt sollten enttäuscht von uns sein.
Und sicherlich denken und empfinden viele auch so, denn in der Tat gaben wir anfänglich kein gutes Bild ab.

Aber dieses Bild ist nicht mehr aktuell.

Wir arbeiten ruhig, sachlich und produktiv. Wir verlieren unsere Ziele nicht aus den Augen, und nach und nach können wir auch andere Fraktionen von diesen überzeugen. Es findet heute, noch nicht genug, aber dennoch mehr Bürgerbeteiligung statt. Die Stadtwerke sind auf einen neuen Kurs gebracht. Stück für Stück öffnen sich Verwaltung und Politik für transparentere Verfahren. 

Doch klar ist auch, dass wir nicht alles werden bewegen können: Die Gewerbesteuer wurde gegen unser Votum erhöht. Immer wieder wird Stadtplanung lieber mit Investoren als mit den Bürgern vorgenommen. Und einen Bürgerhaushalt wollen die anderen auch nicht ernsthaft angehen.

Das hält uns aber nicht davon ab, uns weiter für Flensburg und für Sie einzusetzen!


Bärbel Leuendorf, bürgerschaftliches Mitglied
WiF-Ratsfraktion