WiF-Antrag zu Fahrensodde: Absurde Reaktionen im Planungsausschuss

Niemanden habe ich bisher gehört, der gegen ein offenes maritimes Zentrum in Fahrensodde ist, niemanden habe ich bisher gehört, der erklären konnte, wie Wohnbebauung sich auf dem begrenzten Raum mit den Aktivitäten des Wassersports und der Freizeitgestaltung vertragen könnte. Die Verwaltung aber verfolgt weiterhin Pläne zur Wohnbebauung und wollte im politischen Sommerloch sogar die Gewerbetreibenden aus Fahrensodde gegen den energischen Protest der Betroffenen entfernen.

Damit wäre die finanzielle Grundlage für ein maritimes Zentrumweg und damit freie Bahn für andere Pläne gegeben. Der Hauptausschuss schob einen Riegel davor. Darauf aufbauend wollte die WiF mit einem Antrag im SUPA-Ausschuss sicherstellen, dass die wichtigste Forderung der IG Fahrensodde, eindeutig erfüllt wird. Man hätte meinen können, der Antrag würde ein Selbstgänger sein.

Weit gefehlt! Das Ausschussmitglied der Grünen hielt den WiF-Antrag für völlig überflüssig, weil 2010 ein Antrag der Verwaltung, der Wohnbebauung enthielt, nicht angenommen worden war. Ein SSW-Vertreter, der sich in der Vergangenheit immer für ein Maritimes Zentrum ausgesprochen hatte, meinte, man könne darüber doch in der Siedlungsvorsorge AG reden oder in einer späteren SUPA-Sitzung darüber entscheiden. 

Die SPD hielt den WiF-Antrag ebenfalls für irrelevant und enthielt sich der Stimme. Sie hatte wohl nicht mitbekommen, welche Äußerungen ihres Fraktionsvorsitzenden im Tageblatt zu lesen waren: "Die Kreativität und Fantasie, mit der die Verwaltung ihre Wohnbaupläne durchdrücken will, wünsche ich der Verwaltung, wenn es darum geht, den Betroffenen zu helfen. Der ausgestreckte Arm der Gewerbetreibenden muss ergriffen werden - nachdrücklich und vor allem sofort!"

Nachdrücklich und vor allem sofort" - das war der Kern des WiF-Antrags. 

Dass die CDU keinen weiteren politischen Handlungsbedarf sieht, kann nach bisherigen Äußerungen zu diesem Thema nicht überraschen. Sie sieht trotz der Turbulenzen dieses Sommers alles bei der Verwaltung in besten Händen und vergisst dabei, wie alle anderen auch, dass Planung Geld kostet. Es wird schon lange geplant, es scheint richtig teuer zu werden. Gleichwohl tat die CDU den WiF-Antrag als reinen Populismus ab.

Für absurdes Sommertheater ist eigentlich keine Zeit mehr.

Ratsherr WiF-Fraktion