Zeitung #10, 2012-04-28



 Die Themen unserer Ausgabe Nr. 10  (*April 2012)
  • Finanzen: "Geld oder Leben. Konsolidierungsfond: Hilfe oder Todesstoß?"
  • Verwaltungsrechtspolitik: "Nicht öffentlich! Ein Schutzschild auch für schlimme Fehlentscheidungen"
  • Hafen: "Klarschiff - Nachlese zum politischen Mahnmal. Am Ostufer wächst der feudale Wohnungsbau"
  • Politik: "Landtagswahl unter der Lupe"
  • Finanzen: "Ein Schuldenberg entsteht..."
  • Soziales: "Kita-Plätze und die Bundeshilfen"
  • Kultur: "Kulturkampf in Flensburg. Hintergründe zur Förderung der freien Träger"
  • Finanzen: "Die Finanzlage. Eine Ratsresolution und ihr klägliches Echo"
  • Rätsel: "22 - die magische Zahl"
  • Verwaltungsrecht: "Juristisch kopflos. Dürfen die Fraktionen beraten werden?" 
  • Schwimmbad: "Das Campusbad. Mit Tober baden gehen..."
  • Planung: "Planungswahnsinn Tarup. Warum Millionen ausgeben? Das Beste liegt so nah!"
  • Stadtsparkasse: "NOSPA: Bankiers und Moral. Und wieder wird die Stadt zur Kasse gebeten"
  • Politik: "Gute Leistung Frau Herold?"
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Zwei Beiträge zur Planung für das Grundstück Fahrensodde 20 haben es leider nicht mehr in die Printausgabe geschafft: 


Auch ich in der IG Fahrensodde
Ich bin kein Segler, Taucher, Kanute oder Surfer; gehöre nicht der DLRG an; bin kein Gewerbetreibender in Fahrensodde und wohne nicht in Mürwik sondern „weit weg“ in Engelsby. Trotzdem ist die IG Fahrensodde meine Interessensvertretung. Warum?
Die IG Fahrensodde ist die Interessensvertretung all der Flensburgerinnen und Flensburger, die die Fördeküste für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich und durchgängig erhalten bzw. machen wollen. Sie vertritt unser aller Interessen, die wir ein offenes maritimes Zentrum in Fahrensodde haben wollen. Damit unterscheidet sich die IG Fahrensodde von den anderen IGen, die nur bestimmte Gruppen vertreten. 
Exklusive Wohnbebauung von 50 Wohneinheiten auf dem relativ kleinen Gebiet von Fahrensodde 20, wie sie die Verwaltung unter tätiger Mithilfe einer Ratsfraktion mit Hartnäckigkeit und allerlei Tricks durchzuboxen versuchte, würde das Gegenteil bedeuten. Exklusive Wohnbebauung schottet sich ab, versperrt anderen den Weg. Die IG Fahrensodde will das Gegenteil – Freier Zugang für alle! 
(Ein Gewerbetreibender aus Fahrensodde)

Fahrensodde - das wollen wir erreichen
Chancen für Maritimes Zentrum gestiegen - Gefahr lauert weiterhin

Als das Thema Fahrensodde mit der Vorlage RV-34/2009 (44. Änderung des Flächennutzungsplanes "Fahrensodde". Aufstellungsbeschluss) am 14.04.2009 erstmalig in den zuständigen Ausschuss für Umwelt, Planung und Stadtentwicklung (SUPA) kam, schrillten bei uns sofort die Alarmglocken. Wir hatten von vornherein den Verdacht - der übrigens auch heute noch besteht -, dass hier die Tür geöffnet werden soll, um die heute dort ansässigen Vereine und Firmen auszusiedeln und das Gelände einer späteren Bebauung mit Luxuswohnungen zuzuführen. 
Wir haben uns dann sofort mit den Vereinen, Firmen und Anliegern zusammengesetzt und mit den anderen Parteien intensive Gespräche geführt. Das führte zu einer erneuten Verwaltungsvorlage, die inzwischen ebenfalls verabschiedet wurde. Diese darf nach unserem Ermessen allerdings nur eine Übergangsregelung sein. Eine daraus resultierende Langzeitlösung muss folgende Ausrichtung haben:

  • Ein Verein oder ein heute dort bereits ansässiges Unternehmen übernimmt im Rahmen eines Langzeit-Erbpachtvertrages (25 Jahre) das Gelände und die Gebäude.
  • Dieses mit der Verpflichtung, dass die heute dort ansässigen Vereine und Firmen weiterhin ihren Sitz und ihre Räumlichkeiten behalten – zu den heute bestehenden Konditionen plus einer eventuellen Zulage für notwendige Investitionen. Diese sind erforderlich geworden, weil die Stadt Flensburg als Eigentümerin es in den vergangenen Jahren versäumt hat, in die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen zu investieren.
  • Zudem müssen das Gelände und der Strand für alle Flensburger und ihre Gäste offen zugänglich und nutzbar sein.
  • Selbstverständlich muss festgelegt werden, dass der angestrebte Förde-Wanderweg nicht Teil dieses Vertrages wird, sondern von der Stadt durchgängig auszubauen und instand zu halten ist.  

Die WiF setzt sich dafür ein, dass diese Lösung möglichst schnell umgesetzt wird. Für die Flensburger Bürger, Touristen, Vereine und Betriebe muss die maritime Ausrichtung dieses Geländes erhalten bleiben und gefördert werden. Wenn Sie dieses Konzept überzeugt, dann helfen Sie uns: Bitte sprechen Sie mit den Vertretern „Ihrer“ Partei und sagen Sie ihnen unmissverständlich Ihre Meinung.

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FlensburgAktuelles,
08.09.2012, 11:06